Verbesserungen Teil 02

Nach nun etwas mehr als zwei Jahren sind uns einige Dinge aufgefallen, die wir unbedingt verbessern bzw. verändern wollen/müssen.

Die Anpassungen erfolgten natürlich im Laufe der Zeit und nicht alle jetzt auf einmal.
Nun wollen wir euch die nächsten 9 Beispiele beschreiben, die wir korrigiert haben.

02.1|Hebeanlage tauschen

Die erste, von uns verbaute Hebeanlage hat leider nach etwa 1,5 Jahren den Geist aufgegeben. Uns störte schon lange, dass die Wanne dieser Hebeanlage leider nur eine sehr geringe Menge fasste und somit ständig das Abwasser in die Abwassertanks pumpte.

Somit sollte eine neue, andere Hebeanlage mit den gleichen Voraussetzungen, jedoch größerer Wanne verbaut werden. Größere Wanne bedeutet aber auch, größeres Gerät, und das haben wir von Anfang an nicht vorgesehen – leider.
Somit konnten wir die untere Schublade nicht mehr schließen.

Zwei Möglichkeiten konnten dieses Manko beheben. Entweder wir würden die Schublade in der Höhe verkleinern, oder wir schneiden in der Original-Bodenplatte eine Öffnung aus, damit die Hebeanlage hinein passt.
Wir entscheiden uns für die Möglichkeit zwei und machen uns betreffend Kälte-/Frostschutz keine Sorgen, da darunter noch genügend Isolierung zur Bodenplatte vorhanden ist und ein Heizungsrohr auch daneben vorbei läuft.

Zu den gleichen Voraussetzungen zählte auch, dass die Anschlüsse ident sind.
Darum ist, nach der Vorbereitung der Bodenplatte, der Tausch relativ schnell erledigt.

Um jederzeit manuell die Hebeanlage aktivieren zu können, haben wir noch einen zusätzlichen Schalter auf einer Schalterwippe unterhalb der Abwasch verbaut.

Einzig neu ist auch, dass wir unter der Hebeanlage eine Art zusätzlicher Wanne aus einer reißfesten Aluminium Dampfsperrfolie, welche uns noch vom Ausbau des Feuchtraumes übrig blieb, machen und einen kleinen Wassermelder darin verstauen. Vorteil, wenn zwei Kontakte dieses Melders mit Wasser in Berührung kommen, gibt er ein lautes und unangenehmes Geräusch von sich, dass uns betreffend eines Wasserschadens alarmieren sollte.

02.2|Feuchtraum

Im Bereich des Feuchtraumes haben wir einige Veränderungen vorgenommen.

Zuerst musste eine Lösung für das WC-Papier gefunden werden. In zweierlei Hinsicht.
Einerseits hatten wir für die noch unbenutzte Rolle keine optimale Aufbewahrungsmöglichkeit. Wir stopften es in den schmalen Bereich der Seitenwand.
Jetzt haben wir eine einfache Kleiderstange als Rollenhalterung für 2 WC-Rollen montiert.

Andererseits haben wir nun bemerkt, dass das Toilettenpapier unsere Trockentrenntoilette zu schnell überfüllt. Wir haben daher beschlossen, es einem Hundebesitzer gleichzutun.
Soll heißen, wir wollen nun mal für einige Zeit das Toilettenpapier in einem „Gacki-Sackerl“ zu sammeln, zu verknoten und sofort zu entsorgen.
Somit verlängert sich der Rhytmus des Austausches des Kokosziegels

Uns fehlte seit Beginn unserer wunderbaren Reise im Camper eine Möglichkeit, nasses Gewand zu trocknen. Im Bereich über der Duschwanne haben wir nun eine abnehmbare Kleiderstange für nasse Kleidung auf Kleiderbügel montiert.

So fungiert nun unser Feuchtraum durch den Auslass unserer Heizung auch als Trockenraum.

Wir benutzen beim Duschen bzw. hin und zurück zu den Waschanlagen Bademäntel, die ebenfalls einen Platz benötigen. Dazu wurden auch Klebehaken hinter der Türe aufgeklebt.

Von Anfang an war geplant, den Feuchtraum mit Linoleum zu verkleben und die Nähte wasserdicht zu verschweißen.
Doch irgendwie finden wir nicht den für uns richtigen Wandbelag.
Das bedeutet aber auch, dass wir zwischenzeitlich einen Duschvorhang benutzen werden. Dieser hängt ebenfalls an Klebehaken mit wasserfesten Klebepads dicht unter der Decke.

02.3|Schiebetürverkleidung

Egal wo man wohnt, das Um und Auf sind immer die kleinen Laden bzw. Fächer, in denen man das ganze Kleinzeugs so unterbringen kann, dass man jederzeit darauf einen Zugriff hat.
Genau solche Fächer fehlten uns noch.

Die Idee war nun, die obere und die untere Verkleidung der Schiebetüre so anzupassen, dass dahinter Ablagefächer entstehen, in denen man Dinge des täglichen Gebrauchs verstauen kann.

Dazu verwendeten wir 6 mm Pappelsperrholz, welches wir anschließend noch weiß lackiert haben.

Hier das obere Ablagefach.
Da oben sollten Fächer für Kabel, Stecker, Ladegeräte, usw. entstehen.

Unten sollten Ablagen für schmale Hausschuhe bzw. Badeschlapfen entstehen.

Gehalten werden die größeren Dinge durch Gummischnüre, welche wir schon ins unserem Van (Gewürzregal, Bücherboard, WC-Fach, usw.) verbaut haben.

02.4|Hitzeschutz bei der Indoorküche

Auch bei der Indoorküche mussten wir erkennen, dass Theorie und Praxis weit voneinander abweichen.

Unser Test bzgl. Hitzeableitung vom Ofen bestand darin, einen durschnittlichen Topf mit Wasser zu erwärmen und zu sehen/spüren, wie sich die Hitze rundum verhält.
Fazit damals –> alles OK 😳

Auf unserem Roadtrip durch Vorarlberg mussten wir feststellen, dass die Hitze bei wirklich großen Töpfen nicht mehr problemlos abgeleitet werden kann und somit den oberen Rand der Seitenwände leicht in Mitleidenschaft zieht. Der Lack blähte sich auf … nicht gut.

Das war uns dann doch zu heikel und wir verpassten dem Kasten ein Hitzeschild aus Aluminium-Riffelblech rund um unseren Campingofen.

Man braucht eher selten große Töpfe, doch nun kochen wir wesentlich beruhigter. 😉

02.5|Kellerfach

Von Anfang an hatten wir unsere Getränke in der kalten Heckgarage untergebracht. So blieben die Getränke stets kühl und mussten nicht unbedingt in unseren Kompressorkühlschrank.
Einziger Nachteil, man musste aussteigen, um zu den Getränken zu gelangen.

Doch eine Situation im zweiten Hochsommer ließ uns umdenken.

Stellt euch mal vor, ihr erreicht gerade noch so euren Van, bevor euch in Kroatien ein Unwetter mit starken Windböen und Starkregen erreicht. Geschafft, ihr habt die Schiebetüre des Campers gerade noch so schließen können.
Es ist halb zehn am Abend und ihr würdet noch gerne Ein Gläschen Wein genießen, bevor ihr ins Bettchen geht.

NUR … im Kühlschrank ist keine Wein mehr eingekühlt. 😞
Also, raus und einen Wein aus der Heckgarage holen.

Abgesehen davon, dass Kastenwagenfahrer in einer Gruppe von Campern meist schief angesehen werden (die Türen schließen sich meist nur mit einem lauten Knall !!!), wurde ich bis auf die Unterwäsche, sowie das Bett im Heckbereich ebenfalls, Klatsch-nass. Eine Orkanböe riss uns fast eine Hecktüre aus.

Das wäre leicht vermeidbar, wenn man vom Wohnbereich zu den Getränken in der Garage gelangen könnte.

Die Lösung in Form eines Kellerfaches, zum Wohnraum hin mittels 19 mm Armaflex isoliert und doch kühl wie in der Garage, sollte Abhilfe schaffen.
Des weiteren sollte man im Notfall das Kellerfach ausräumen, und somit in die Garage gelangen.

Zuerst musste das Podest des Wohnbereiches zur Garage hin verlängert werden. Die so entstandenen Fächer eignen sich bestens für unsere Matte, die Kokosziegel und einiges an Kleinkram.

Darauf kamen zwei Fachböden, einer im Kellerfach, der andere dient als Deckel. Die Rückwand unsere Getränkefaches wurde so gestaltet, dass man es, wie der Fachboden im Kellerfach, herausnehmen und so in die Garage gelangen konnte.

Zum Abschluss wurde noch in die Trennwand zwischen Wohnbereich und Garage eine rechteckige Öffnung für die Türe geschnitten.
Der Ausschnitt dient als Tür und wird mit einem Klavierband befestigt. Gehalten wird diese mittels Federschnäppers oben, sowie unten und dient somit auch als Schließer.

Aus Gewichtsgründen wurde das Kellerfach aus 12 mm Pappelsperrholz gebaut.

02.6|Rückwand Kälteschutz

Wie schon einige von euch erwähnten, strahlen in der kalten Jahreszeit die Hecktüren in einem Kastenwagen extrem ab.

Jetzt ist unser Bett nicht unbedingt ein Kingsize.
Wenn nun die Frau Nomadin, welche normalerweise bei den Hecktüren liegt, sich immer weiter Richtung Fahrerkabine „drängt“, ist es ebenfalls mit meinem Schlaf geschehen.
Vielleicht ist es ja nur der Versuch, mich aus dem Bett zu drängen, doch bezüglich Kältebrücke an den Türen mussten wir etwas unternehmen.

Eine herausnehmbare Rückwand als Kälteschutz sollte hier Abhilfe schaffen.
Dazu verwendeten wir eine 6 mm Pappelsperrholzplatte, welche wir jeweils 20 cm vom Rand entfernt mit Quadratleisten (13*13 mm) verstärkten.

Unten stand die Rückwand direkt auf der Bettplatte auf und wurde durch eine Leiste am herabfallen gehindert.
Oben wurden 2 Stück dieser Quadratleisten quer angebracht und mit vertikalen Löchern versehen.
In der ursprünglichen Verkleidung haben wir Eindrehmuttern so verbaut, dass M6-Schrauben durch die quer montierten Leisten in diese Muttern geschraubt werden konnten und somit die Wand somit stabilisierten.

Da nun zwei Merkmale unseres Sicherheitskonzeptes nicht mehr erreichbar waren, musste eine Klappe mit einem Klavierband eingebaut werden. Als Verschluss sollte ein kleiner Türriegel für Möbel in Messingausführung dienen.

Somit war der Wunsch meiner Fr. Nomadin, zu dem Torriegel für die Sicherung der die Hecktüren zu gelangen, erledigt.
Der zweite Aspekt, im Notfall durch die Hecktüren einen Notausstieg zu haben, musste auch gelöst werden. Hier haben wir den Seilzug, welchen wir schon im Blogbeitrag „Sicherheit in unserem Kastenwagen“ verbaut haben, mit dem Gleichen verlängert.
Beides können wir nun durch diese Klappe benutzen.

Zum Abschluss wird nun diese Rückwand mit 19 mm Armaflex isoliert.

Ein eventueller Einwand, wir könnten den Notausstieg durch die montierte Rückwand ja sowieso nicht erreichen, müssen wir entgegenhalten, dass wir im äußersten Notfall diese 6 mm Pappelsperrholzplatte einfach mit den Beinen durchtreten könnten.

Nun werden wir kommenden Herbst diese Rückwand während unseres Urlaubes im hohen Norden testen und euch weiter berichten.

02.7|Schuhschrank

Wir haben unsere täglich benutzten Schuhe auf der Trittstufe der Schiebetüre verstaut. Das Problem besteht darin, dass hier nur sehr wenige Schuhe Platz haben.
Im Sommer kein Problem, in den restlichen Jahreszeiten, wenn man festere Schuhe benötigt, stehen diese bei uns immer im Bereich des Einstieges. Lästig, da ja zu dieser Jahreszeit die Schiebetüre meist geschlossen ist und der Platz innerhalb unseres Hrn. Hofrat sehr begrenzt ist.

Deshalb musste eine praktikable Lösung, in Form eines Schuhschrankes her.

Neben dem Einstieg hatten wir einen Klapp-Notsitz an der größeren Sitzbank montiert, welche wir noch nie benutzt haben.
An diesem Platz, gleich neben dem Einstieg, bauen wir uns einen Schuhschrank. Seitlich mit offenen Fächern für festes Schuhwerk, vorne mit einem Fach für unseren Heizstrahler und oben für Hausschuhe, Badeschlapfen und sonstiges Kleinzeug.

Auch dieses Teil wird wieder großteils mit 6 mm Pappelsperrholz oder anderen Holzarten gebaut. Als Abschluss wird der Schrank noch weiß lackiert. Einzig der Deckel, sowie die Front wird wieder aus 18 mm Paulownia geschnitten.
Der Deckel wird zum Stecken sein, um so zum oberen Fach zu gelangen. Die Front bekommt den übliche Shabby Chic-Look.

Der Anschluss unseres Heizlüfters wird durch Öffnungen im Schuhschrank und die Sitzbank geleitet und dort am 220V-Netz angeschlossen.

Da es eine Verlängerung der Sitzbank ist, wird noch eine Polsterung vom Polsterer unseres Vertrauens bestellt.

02.8|Küchenablage-Erweiterung

Wenn wir in der kühleren Jahreszeit die Schiebetüre unseres Kastenwagens meist geschlossen haben, wird beim Kochen mehr als die Hälfte der Arbeitsplatte aufgeklappt. Außerdem verbrauchen wir immer wieder Spiritus, obwohl wir genügend Strom hätten.
Aus diesem Grunde haben wir uns eine Induktionsplatte gekauft und im Camper eine Verlängerung der Arbeitsplatte geplant.

Diese soll vor der geschlossenen Schiebetüre eingehängt werden. Dazu brauchen wir an beiden Enden Halterungen, welche die Arbeitsplatte hält.
Eine Halterung wurde bei uns mit dem Schuhschrank mitgeplant und kann darin versenkt werden.
Der andere Auflager wird unter der Arbeitsplatte des Küchenschrankes ausziehbar gestaltet.

Die Erweiterung der Arbeitsplatte wird wieder aus 4 cm dicken Eichenbretter geleimt. Anschließend werden die Übergänge glatt geschliffen und passgenau ausgeschnitten.
Da darauf hauptsächlich mit Strom gekocht wird, haben wir die Induktionskochplatte eingepasst. Um Gewicht zu sparen, wird auch diese Echtholzplatte an der Rückseite durch Bohrungen leichter gemacht.
Der Stromanschluss erfolgt direkt über der Erweiterung unter dem Hängeschrank.

Abschließend wird das Teil noch mit Hartwachsöl eingelassen und hinter der Rückenlehne der Sitzbank verstaut.

02.9|Haken sind nie genug

Zu diesem Thema brauchen wir nicht wirklich große Worte verlieren.
Durchsichtige Klebehaken wurden noch mit Powerstrips für 1 kg Tragkraft ersetzt.

Für Badetücher oder andere feuchte Textilien haben wir einen klappbaren Kleiderlüfter montiert.

genießt das leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

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(Info’s vom 10.12.2022)

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