Tag 32 – km 555-574 – von Mali Mlun nach Novaki Motovunski

600 km Richtung Süden

Motto des Tages

Alles im Leben hat einen tieferen Sinn.

Mein Mobilhome in Mali Mlun ist schon sehr abgewohnt und somit auch eher hellhörig. Der Haushund, der nachts so alles verbellt, was in seine Nähe kommt, trägt jetzt nicht zu meinem guten Schlaf bei.

MALI MLUN. Das Abendessen bestand aus gegrillten Hühnchenfilets, einen schönen Topf Salat und Semmerl, da es keine Beilage gibt.
„Auch OK Chef, dann bitte noch ein Karlovačko.“ 🤪

Obwohl das Schlafen im Feldbett sehr angenehm war, bin heute schon früh aus den Federn. Es gibt kein Frühstück, also mache ich mir heute selber Kaffee – wozu trage ich denn das Zeugs alles mit. 🤔

Die Eingangstüre hat trotz geschlossenem Zustand oben eine Spalt, der würde nicht mal Hornissen draußen halten. Dementsprechend frisch ist es in der Bude.
Da ich aber ein wenig Wärme vor dem Start haben möchte, wird ein Elektrostrahler aktiviert.

Mir scheint, ich bin schon sehr verwöhnt, der Löskaffee schmeckt nach … naja, behalte ich lieber für mich. 🙊

Nachdem das Häferl abgewaschen ist, der Jack wieder alles aufgenommen hat, mache ich mich auf den Weg, heute ohne es zu bereuen. 😎

Ich gehe kurzärmelig relativ zügig, 10° sind jetzt nicht gerade warm, abwärts zum Mirnatal. Hier ist es noch eine kleiner Bach, der sich durch das Tal schlängelt.

Laut meiner Karte sollte es bei km 2,5 einen Übergang geben, doch dieser besteht ausschließlich aus einer Wasserfurt für allradgetriebene Fahrzeuge.
Meine Beine wären grundsätzlich allradgetrieben, doch die Mirna führt etwas Hochwasser und hat hier eine zu starke Strömung.

Also weiter geht es die Straße entlang des Mirnatales. Der Verkehr ist enorm und Rücksicht kennt hier kaum jemand. Ich fühle mich etwa 6 Wochen zurückversetzt, als ich Robert und Ferdi in Bulgarien bei einem Radrennen behilflich war.

Etwa 2 km weiter gab es endlich eine Brücke über die Mirna. Nicht wirklich vertrauenswürdig, aber für meine Tonnage (gut, dass ich abgenommen habe 🤪) hält die allemal.

Hier geht es nun am linken Ufer entlang bis kurz vor Motovun, jener Stadt am Hügel, die wohl jeder Kroatienliebhaber kennt. Der Bach dürfte sehr fischreich sein, da viele Reiher vor mir aufsteigen, noch ehe ich in deren Nähe bin.

Bei geschätzten 10 km biege ich links ab. Der Weg dorthin war großteils ein schmaler, lehmig-rutschiger Erdriedel, der mir nach den letzten Kilometer ziemliche Schmerzen im rechten Becken bereitet.
Durch das immer leicht schräge Auftreten, mit dem Gefühl, ständig abzurutschen, hat sich meine Oberschenkelmuskulatur begonnen zu verkrampfen.

Ich muss immer wieder stehen bleiben, um zu dehnen und auch mehrer kleine Pausen einlegen.

Es geht nun durch Wiesen, entlang einer kleinen Straße, um auf einer sehr ausgewaschenen Schotterstraße an Höhe zu gewinnen. Die Überreste der letzten Überschwemmung sind hier nicht eindeutig zu erkennen.

Zwischendurch genehmige ich mir von einem Apfelbaum mal eine Frucht, bevor es über einen ebenfalls ziemlich ausgewaschenen und schmierigen Hohlweg Richtung Kaldir, einem kleine Örtchen mit einem großen kroatischen Weingut, geht.

Kurz vor Kaldir ist ein Teil eines Gartens abgerutscht und genau hier kommen mir im Hohlweg zwei Personen entgegen. Ich denke mir noch, welcher Wahnsinnigen, außer mir, benutzen denn noch diese schmierige Gasse, als ich eine Stimme „Halt, stehen bleiben. Passportkontrolle!“ höre. 😳

Die Stimme kenn ich doch?!?
Als ich die beiden hinter dem Erdrutsch endlich zu Gesicht bekomme, kann ich meinen Augen kaum trauen.

Robert, einer der beiden Radsportler, mit denen ich in Bulgarien war, und seine Frau verbringen hier einige Tage in Istrien und wollten mich überraschen.

ÜBERRASCHUNG GELUNGEN !!!

Zuerst völlig baff, freue ich mich riesig, die beiden zu treffen. Wir suchen die Winery, genießen guten Wein, eine kleine Jause und bequatschen Gott und die Welt.

Dass mich die beiden überhaupt gefunden haben, ist meinem Live-Track zu verdanken, den ich jeden Morgen neu in unsere WhatsApp-Gruppe stelle. (auch von Robert in Rumänien gelernt! 🙏🏽)

Da die beiden ihr Quartier erst beziehen müssen, ihr Abendessen schon gebucht haben und ich auch wieder loswandern sollte, verabschieden wir uns, nicht ohne dem Versprechen, uns demnächst in der Steiermark auf einen netten Abend zu verabreden.

Meine Gedanke sind komplett durch den Wind, als ich wieder alleine bin. Mit dem hab ich wahrlich nicht gerechnet.
Und, ich merke, dass diese Pause meiner Hüfte gut getan hat und ich sie nicht mehr spüre.

Mein Gedanke – „Alles im Leben hat einen tieferen Sinn.“

Während ich noch so das Zusammentreffen für mich analysiere, habe ich die letzten Kilometer schon geschafft und stehe vor meinem heutigen Ziel in Novaki Motovunski.

Fazit des Tages

Überraschungen bereichern das Leben.

Info

Die GPS-Tracks wurden hochgeladen und stehen euch nun unten in den Details zum Download bereit.
Für besonders Interessierte gibt es auf unserem Profil bei Komoot (die2Nomaden) unter Collection „600 km Richtung Süden“ alle gegangenen Abschnitte dieser Weitwanderung.

genießt das Leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

🙏 wer mehr über unsere Unternehmungen wissen will, folgt uns auf 🙏
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Details

Daten zur Wanderung

ca. 20,0 km
ca. 3,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
ca. 438 hm ⬆️
ca. 133 hm ⬇️
ca. 5h 38′ reine Gehzeit

GPS-Dateien

GPX-Track  (für GPX-fähige Geräte)
KLM-Track (für Google Earth)

(Info’s vom 06.10.2022)

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Wir übernehmen keine Haftung beim Nachwandern unserer Touren.

 


 

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