Einbau des Grundgerüstes für den Feuchtraum

Hallo Freunde des Kastenwagenausbaus

Da wir uns nun endlich für eine Raumaufteilung (Feuchtraum, sprich Bad, WC und Trockenraum in einem hinter dem Fahrersitz) entschieden haben, gehts los mit dem Grundgerüst. Die Maße am Boden werden ca. 70*100 cm betragen, welche sich, baubedingt durch den KaWa, nach oben verringern.
Die Duschwanne wird 60*60 cm sein und sollte, bei genügend Bewegungsspielraum Richtung Toilette ausreichen.

Die Trockentrenntoilette soll gegen die Fahrtrichtung genau hinter dem Fahrersitz platziert werden, um die Neigung der Sitzlehne mit einzubeziehen.
Beim Sitzen auf dem Thron kann die Wand hinter einem bis über dem Kopf ruhig abgeschrägt sein. Beim Aufstehen bewegt man sich ja sowieso zuerst nach vorne und nicht gleich nach oben. Die Beine werden in der Dusche stehen.
Für das Grundgerüst verwenden wir ungehobelte Latten mit den Maßen 48*28 mm, welche anschließend mit 5 mm Pappelsperrholz verkleidet werden. Außerhalb des Feuchtraumes werden die Stöße mit Holzkitt verspachtelt. Die „beweglichen“ Fugen, sprich zwischen Decke, Boden bzw. Wand wird mit überstreichbarem Silikon verschlossen.
Die ersten vertikalen Steher werden mit Winkel 40*40 mm an den Holmen der Decke verschraubt, zum Blech mit Blechniete und im Holz mit Spax.
Danach erfolgt die horizontale Verbindung oben und am Boden.
In weiterer Folge wird der Türbereich durch vertikale Latten festgelegt und am bestehenden Gerüst verschraubt. Leisten mit 10*10 mm dienen als Anschlag für diese Türe.
Nun werden die Bereiche dazwischen in einem Abstand von ca. 30 cm miteinander verbunden.
Da die Toilette die Neigung der Rückenlehne des Fahrersitzes miteinbezieht, wird das Grundgerüst dementsprechend angepasst.
Der gewölbte Bereich zur Außenwand wird ebenfalls eingepasst und verschraubt.
Der Bereich zum seitlichen Ausstieg neben der Badezimmertüre soll ab einer Höhe von 100 cm bis zur Decke eine Ablagemöglichkeit enthalten. Im Bereich darunter bis zum Boden eine im Feuchtraumbereich.

Da die Latten mit 28 mm für eine Ablage ungeeignet wären, wurde die längere Seite der Nasszelle gedoppelt. Nun erreicht die Ablage eine Tiefe von wenigstens 61 mm.
An der Außenwand wurden die geringen Vertiefungen mit einer Lage 9 mm Armaflex, die nächsten Erhebungen mit 19 mm Armaflex gedämmt und abschließend noch  darüber mit einer Ebene 9 mm Armaflex abgeschlossen.
Die abschließende Badezimmerwand wird durch 5 horizontale Leisten in einem Abstand von ca. 40 cm gehalten.
Hinter dem Sicherheitsgurt des Fahrers ist noch ein Installationsschacht für den Wasseranschluss, ein Heizungsrohr sowie für ein Abluftrohr der Toilette vorgesehen. Dadurch muss die Verkleidung der B-Säule im unteren Bereich angepasst werden.
Nach dem Einpassen einer Dampfsperre im Bodenbereich wurden Kanthölzer mit 35*65 mm hochkant so verlegt,
dass dazwischen noch das Warmluftrohr als „Fußbodenheizung“ verlegt werden kann.
Den Feuchtraum erreicht das Heizungsrohr durch eine Öffnung in der Schmalseite von der Sitzbank direkt am Boden.
Dieses Rohr wird nun auch im Installationsschacht nach oben geführt und
schließt bei ca. 160 cm Höhe mit einem verschließ- und drehbaren Ausströmer ab.
Die Warmluftrohre am Boden werden durch eine 5 mm Pappelsperrholzplatte, in der 10 mm-Löcher gebohrt werden, verbaut.
Da unser Abwasser nicht in den Außenbereich fließen wird, ist diese Erhöhung notwendig, um noch ein vernünftiges Gefälle des Abflussrohres zu erreichen.
Im Bereich der Ablage über dem Fahrerhaus wird noch ein Einbauschrank für Toiletteartikel eingebaut..

Unsere nächste Aufgabe wird der Verbau des Grundgerüstes für den Feuchtraum werden.

Gruß die 2 Nomaden 😉

 

HINWEIS:
Texte bzw. Fotos können unbezahlte Werbung enthalten.

Kategorien:Ausbautagebuch

7 replies

  1. Hallo, eine tolle Seite hast du. 😊 Es macht sehr viel Spaß die Beiträge zu lesen.
Meine Freundin und ich sind gerade frisch als Blogger eingestiegen und berichten von der ersten Entscheidung einen Camper zu kaufen, bis hin zu den Reisen die wir unternehmen.
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    Wir würden uns sehr freuen. 😊 Tascha & Gerrit

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  2. Hallo,

    ich habe eine kurze Frage. Ihr schreibt oben, „dass dazwischen noch das Warmluftrohr als „Fußbodenheizung“ verlegt werden kann“.

    Merkt man denn den Effekt? Also, ist es wie eine richtige Fußbodenheizung, oder verpufft die Wärme?

    Liebe Grüße
    Dennis

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    • hallo dennis
      der weg unseres warmluftrohres liegt keine 2m nach dem heizungsauslass und hier merkt man sehr wohl, dass im sitzbereich der boden wärmer ist.
      im feuchtraum dagegen (ca. 4m entfernt) merkt man es kaum mehr.
      lg

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      • Hallo ihr Zwei,

        danke für die schnelle Antwort. Ich hatte überlegt, die warme Luft aus meiner Warmluftheizung einmal komplett unter dem Fußboden entlangschlängeln zu lassen. Praktisch wie eine Fußbodenheizung mit Luft. Meint ihr, das lohnt sich?

        Ich weiß, dass Luft die Wärme nicht so gut überträgt wie Wasser. Aber die warme Luft käme ja in diesem Fall auf der anderen Seite wieder heraus, und würde das Fahrzeug wärmen..

        Liebe Grüße
        Dennis

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        • ich denke, dass kommt auf die länge des rohres an. wie gesagt, auf kurzer strecke merkt man die abwärme, nach mehreren metern nicht mehr so viel.
          bei uns kommt die warme luft ebenfalls nach der verlegung im sitzbereich zur duschwanne und anschließend oben bei einem auslass raus.
          der feuchtraum wird auch warm und es funktioniert, doch es dauert wesentlich lönger, als im sitzbereich.
          im winter, wenn die heizung durchgehend läuft, lohnt es sich auf jeden fall.
          lg andré

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