Kreuzkogel (1115 m) – Prochenbergrunde

Wir trotzen der Hitzewelle und machen uns auf zum Prochenberg.

Geparkt wird direkt vor dem Gemeindeamt in Ybbsitz, wo nebenbei auch noch praktischerweise ein öffentliches WC vorhanden ist, schnüren die Schuhe, packen den Tschurifetzn (alias Schweißtuch) und die Wasserflaschen ein und marschieren gleich hurtig bergwärts auf einer asphaltierten schmalen Straße, die außen um den Ort führt, los.

YBBSITZ. Vorbei an grünen Wiesen und Obstbäumen, die sich unter ihrer Last biegen, geht es stetig bergauf zum Haselsteinhof, wo die weniger „tapferen Wanderer“ 😉 parken und sich schon eine 3/4 Stunde des Weges gespart haben.

Da wir jedoch den Rundweg gehen möchten, kommt uns der Parkplatz im Ortszentrum zugute, um nicht zum Abschluss noch 45 min. bergauf gehen zu müssen.
Hier, nach dem Hof, biegen wir zwischen zwei Gebäuden ein und passieren ein Kuhgatter.

Heimkehrerkreuz – in Gedenken an die Kriegsheimkehrer

Danach geht es gemütlich über eine Almwiese zum nächsten Kuhgatter und schließlich hinauf in den Wald. An einem typischen Wanderweg entlang geht es mal eben, mal sanft bergauf, bis wir schließlich den Berggrat erreicht haben und schon wunderschöne Ausblicke ins Tal genießen können.

Weiter geht es nun leicht bergauf über eine Almwiese, bis wir schließlich zum Heimkehrerkreuz bei der Haselsteinwand kommen und dort eine kurze Trink- und Verschnaufpause einlegen.

Der Wind streicht leise über uns hinweg und nach kurzer Rast gehts es weiter aufwärts über die sonnenbeschienene Model-Wiese in den Wald und wir beschließen bei der Abzweigung nicht der Forststraße zur Prochenberghütte zu folgen, sondern dem ausgetretenen direkten Weg erst über eine Waldlichtung mit hohem Gras.

Aussichtswarte und Prochenberghütte

Noch einmal überqueren wir diese Forststraße, marschieren dann ein Stück durch den Wald hinauf und stehen dann auf der Lichtung vor der hohen Aussichtswarte.
Von hier oben hatten wir einen fantastischen Ausblick in die Alpen, der vom Ötscher, Hochschwab über Gesäuse bis ins Tote Gebirge reichte.

Einige Schritte weiter stehen wir vor der Prochenberghütte. Gemütliche Tische und Bänke stehen unter großen Sonnenschirmen vor der schon 1888 erbauten und liebevoll restaurierten Schutzhütte.

Auch innen sind die niedrigen, urigen Räume gut erhalten und wunderschön und gemütlich.
Die Speisekarte verspricht uns Chilli con Carne mit einer Semmel um 4,- und wir stürzen uns hungrig auf das leckere Chilli.
Auf unsere Frage nach einer Mehlspeise (€ 2,–) werden wir in die Stube gebeten und dürfen die wirklich große Auswahl von mindestens 8 verschiedenen Kuchen und Torten in Augenschein nehmen. Einen flaumigen Apfelkuchen und eine köstliche Esterhazy-Schnitte haben wir uns verdient.

Geländegängigkeit vom Wirt überprüfen lassen

Nach dieser Stärkung geht es weiter zum Gipfelkreuz Kreuzkogel, das ein paar 100 m weiter auf einem kleinen Hügel über Ybbsitz thront.
Auch hier lohnt es sich ein paar Minuten zu verharren und zu genießen.


Nachdem uns der Hüttenwirt nach Begutachtung („ihr schauts eh aus, ois ob ihr geländegängig sads“) einen „Jagasteig“ und die groben Eckdaten dazu verraten hat, ersparen wir uns einen langen Fußmarsch auf der Straße nach Ybbsitz und steigen gleich unter dem Kreuz ab.

Der schmale, unmarkierte und natürlich nur auf eigene Gefahr zu gehende Weg führt uns erst am Kamm und dann am Grat mit unglaublicher Aussicht über einer Felsmauer hinab in den Wald.


Waldkapelle und Seerosenteich

Hier finden wir alle angegebenen „Stoamand’l“ bis wir uns nun schlussendlich wieder auf dem markierten Weg zur Waldkapelle befinden. Es gilt noch zweimal eine Forststraße zu queren, bevor rechts der Weg durch den Wald bergab zur Kapelle führt.

Von dort ist es nicht mehr weit bis in den Ort. An einem schön angelegten Seerosen- bzw. Fischteich und oberhalb der Schmiedemeile geht es in den Ort.

Hier gehen wir ein Stück die Straße entlang und dann auf der anderen Seite des lustig-sprudelnd einladenden Baches fernab vom Autoverkehr gemütlich zurück zur Kirche und zum dahinter liegenden Gemeindeamt, wo unser Auto im Schatten auf uns wartet.

Lage/Koordinaten:
Ausgangspunkt:
Österreich, Niederösterreich, Amstetten, 3341 Ybbsitz
N 47°56′50.8″ E 14°53′41.8″

Daten:
reine Gehzeit: ca. 4,00 h
Strecke: ca. 12,0 km.
Aufstieg/Abstieg: je ca. 730 hm
ACHTUNG: Abstieg über Jägersteig „nicht markiert“

GPX-Datei:
GPX-Datei_-_Prochenbergrunde_-_Ybbsitz

Anfahrt:
PKW:
von Rtg. Salzburg kommend – A1 Abfahrt 131 Oed – Waidhofen – Ybbsitz
von Rtg. Wien kommend – A1 Abfahrt 123 Amstetten West – Waidhofen – Ybbsitz
von Rtg.  Graz kommend – Mariazell – Lackenhof am Ötscher – Ybbsitz

Öffentlicher Verkehr:
von Rtg. Salzburg, Wien bzw. Graz kommend – mit dem Zug bis zum Bahnhof „Gstadt bei Waidhofen“ – mit dem Bus nach Ybbsitz – weiter zu Fuß (ca. 15 min.) zur Kirche

Campingplätze:
Ötscherland Camping Lunz am See
Zellerhofstraße 23, 3293 Lunz am See
http://www.oetscherlandcamping.at
N 47°51’43.5″ E 15°02’10.7″

Camping Unterbuchschachner
Buchschachen 13, 4443 Maria Neustift
http://www.ferienhof-pfaffenlehen.com/camping
N 47°55’59.1″ E 14°35’33.7″

Besonderheiten:
Aussichtsturm

Wandermöglichkeit:
Variante Forststraße – Abstieg über Mitterlehen, Bauernschrotmühle, durch die Not nach Ybbsitz – ca. 4,5 h

Variante Streckenwanderung – parken beim Haselsteinhof (vorsichtshalber um Erlaubnis fragen) N 47°56′31.1″ E 14°55′09.5″ – ca.  3 h

Einkehrmöglichkeiten:
verschiedene Gaststätten in Ybbsitz (zB. Gasthof zum Goldenen Hirschen, Kirchenwirt, Bella Milano, Landgasthof Steindlmühl)

Prochenberghütte
01.05.- 26.10. So.u.FT (Jul-Sept auch Sa.) geöffnet
N 47°55′58.3″ E 14°54′59.4″

Parkmöglichkeiten:
beim Gemeindeamt (nur Sa.,So. u.FT)
nur eingeschränkt Parkplätze vorhanden
N 47°56′52.0″ E 14°53′39.3″

am Marktplatz (wochentags Kurzparkzone)
nur eingeschränkt Parkplätze vorhanden
N 47°56′49.8″ E 14°53′42.7″

Bahnhof Ybbsitz-Schwemmau
N 47°56’50.5″ E 14°53’23.0″

Bewertung:
Landschaft: ∗∗∗∗∗
Erlebnis: ∗∗∗
Schwierigkeit: mittel

(Info’s vom 18.08.2018)

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Wanderkarte: Eisenwurzen-Steyr-Waidhofen/Ybbs-Hochkar
Wanderführer: Reichraminger Hintergebirge: Vergessene Bergheimat zwischen Ennstal und Sensengebirge

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