Hike & Bike-Tour zum Weißhorn

zuerst rollen, dann kraxeln und oben „wauw“

Diesmal versuche ich erstmals, eine Kombination aus Biken und Bergwandern zu absolvieren … eine sogenannte Hike & Bike-Tour und so ging es wieder einmal in das wunderschöne Almtal.

Wenn der Akku den ersten Anstieg übernimmt

Das Bike wird auf meine Bikebar gepackt und los geht’s Richtung Almsee ins wunderschöne Almtal. Der Ausgangspunkt, kurz vor’m See, ist ein Parkplatz bei der ehemaligen Gaststätte „zum Jagersimmerl“, den ich ansteuere und mein Bike reisefertig mache. Helm auf, Rucksack mit dem Notwendigsten umgeschnallt und die GPS-Uhr gestartet.

Es gibt Touren, bei denen schon der Start leise verspricht, dass alles zusammenpassen wird. Kein großes Vorhaben, kein Gipfel um jeden Preis. Einfach raus, bewegen, schauen, was der Tag hergibt. Genau so beginnt meine Hike-&-Bike-Tour zum Weißhorn im Almtal.

Der Weg findet seinen Rhytmus

Früh genug, damit der Morgen noch kühl ist und der Wald Zeit hat, wach zu werden. Wunderschön. Das Bike rollt an, zuerst auf der Straße und bei Schwarzenbrunn biege ich in die Forststraße ab, die sich gleichmäßig ins Tal zieht. Mit jedem Tritt fällt der Alltag ein Stück weiter zurück. Kein steiles Antreten, kein rechnen mit Höhenmetern, kein Taktieren – einfach fahren, warm werden, gleichmäßig, beinahe automatisch.

Der erste Teil der Strecke ist genau das, wofür man ein e-Bike mitnimmt. Was zu Fuß eher zäh wäre, wird hier zur Annäherung an den Berg. Nicht gerade locker, aber mit der e-Unterstützung schon wesentlich entspannter.
Der Wald ist dicht, der Boden fest, die Höhenmeter kommen unaufgeregt. Zeit verliert hier ihre Bedeutung, der Rhythmus übernimmt.

Der Punkt, an dem man umschaltet

Nach über 13 km Schotterpiste, wo die Forststraße schon beinahe zur Wiese wird 😜 (bei den Koordinaten N 47°44’27.7” E 13°52’22.2”), mündet der Wanderweg ein und meine Bikestrecke endet hier. Ein guter Punkt. Nicht zu früh, nicht zu spät. Der Fokus wechselt. Bike abstellen (a bissal verstecken), Helm runter, Hikingschuhe festschnüren, Rucksack richten, ein letzter Blick zurück auf den Weg, der nun für einige Stunden keine Rolle mehr spielt.

Ab hier wird es ernsthafter – aber nie unangenehm. Zu Fuß zeigt das Weißhorn seinen wahren Charakter. Der Steig zieht an, Schritt für Schritt, der Boden wird steiler, und der Körper merkt plötzlich, dass er jetzt wirklich mitarbeiten muss. Verschnaufpausen werden wieder aus rein „landschaftlichen Gründen“ eingelegt. 😜
Wurzeln, steilere Passagen, ein Untergrund, der Aufmerksamkeit verlangt. Genau diese Art von Weg, bei der man automatisch langsamer wird und merkt, wie gut es tut, nur noch mit dem eigenen Körper beschäftigt zu sein.

Schritte, die Aufmerksamkeit wollen

Der Wald lichtet sich, der Blick wird weiter, die Gedanken leiser. Man ist unterwegs, nicht auf dem Weg zu etwas, sondern im Tun selbst. Das ist vielleicht der größte Luxus solcher Touren: Sie lassen nichts offen. Alles ist da, alles reicht.

Mit der Höhe kommt die Ruhe. Das Almtal liegt tief unten, der Weg bleibt ernst, aber fair. Keine Spielereien, kein Drama – nur Schritt für Schritt nach oben. Der Akku ist längst egal, jetzt zählt nur noch Rhythmus und Konzentration.

Oben … ist alles Bühne

Am Gipfel des Weißhorns (1755 m) öffnet sich die Bühne. Almsee, Traunstein, das Tote Gebirge – alles da, alles weit, alles still. Der Wind räumt den Kopf auf, die Jause schmeckt besser als sie sollte, und für einen Moment ist einfach alles genau richtig.

Diese stille Gewissheit, dass Aufwand und Ertrag heute exakt im Gleichgewicht stehen. Man bleibt sitzen, der Blick schweift in die Ferne. Der Berg muss nichts beweisen – und wir auch nicht.

Zurück ins Tal – mit Rückenwind

Der Abstieg fordert noch einmal Konzentration, aber mit dem Wissen, dass der anstrengende Teil erledigt ist. Unten wartet das E-Bike, leicht staubig, unschuldig, als hätte es mit der Sache nichts zu tun gehabt, und mit ihm der vielleicht schönste Abschnitt des Tages. Rollen lassen, Tempo aufnehmen, das Tal zieht vorbei. Müde Beine, klarer Kopf, breites Grinsen.
Doch, das Gerüttel der Forststraße fordert bei meinem Bike seinen Tribut. Bei zwei Drittel öffnet sich plötzlich die Abdeckung des Akkus und dieser löst sich vom Bike.

Etwas zerkratzt, aber sonst in Ordnung wird der Akku wieder im Bike verstaut. Die Verschraubung werde ich mir in den nächsten Tage zu Gemüte führen und, zu meiner und des Bike’s Sicherheit abändern.

Nun geht es aber vorsichtiger weiter bis zum Parkplatz und meinem Fahrzeug.

Was bleibt, wenn der Tag leiser wird

Am Ende dieser Tour bleibt kein großes Fazit, sondern ein Gefühl. Eines von Genau-so-soll-es-sein. Hike & Bike zum Weißhorn ist keine spektakuläre Unternehmung, aber eine ehrliche. Und genau deshalb passt sie so gut zu uns.

Die 2 Nomaden unterwegs – nicht um weiterzukommen, sondern um da zu sein.

Weitere Infos

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Uli & André von
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Details

GPS-Dateien

Daten zu dieser Tour

mit dem Bike bergauf

  • ca. 13,3 km ➡️
  • ca. 11,8 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱️
  • ca. 701 hm ⬆️
  • ca. 25 hm ⬇️
  • ca. 2h 05′ reine Fahrzeit 🏁

beim Hike

  • ca. 4,4 km ➡️
  • ca. 4,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱️
  • ca. 500 hm ⬆️
  • ca. 498 hm ⬇️
  • ca. 0h 58′ reine Gehzeit 🏁

mit dem Bike bergab

  • ca. 13,4 km ➡️
  • ca. 26,6 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱️
  • ca. 30 hm ⬆️
  • ca. 711 hm ⬇️
  • ca. 0h 30′ reine Gehzeit 🏁

Sicherheitshinweise

  • Allgemeine Hinweise
    • Fahrtauglichkeit
    • witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
  • Spezielle Hinweise
    • keine besonderen Empfehlungen

Gaststätten

  • Gasthof Germdiele
    Im Dorf 9, 4645 Grünau im Almtal
    www.gasthausgermdiele.com
    N47°51’20.2″ E13°57’23.1″
  • Gasthof Wieselmühle/Forellenhof
    Landstraße 73, 4645 Grünau im Almtal
    www.wieselmuehle.at
    N47°52’12.3″ E13°56’40.6″

(Info’s vom 09.08.2024)

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Wander- und Bikekarte: Totes Gebirge, Almtal und Stodertal

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