Parenzana – Tag 01 – km 000-028

Anreise und Etappe von Triest nach Strunjan

ITALIEN. Um 22:35 Uhr kommt der Autobus in der Haltestelle pünktlich an, um mich in Ansfelden abzuholen. Weitere drei Stationen später steigt auch Werner ein. Trotz Umstieg in die Bim erreichen wir überpünktlich den Bahnhof von Linz.

Da außer “Ronalds Lokal” mit dem goldenen M nichts mehr offen hat, gibt es nur eine Kleinigkeit, bevor wir den NightJet Richtung Venedig besteigen.

Zum Glück haben wir Sitzplätze reserviert, denn der Zug ist berstend voll. Mit ein wenig Gewalt können wir noch unsere Rucksäcke verstauen, die beiden Fensterplätze einnehmen und versuchen, ein wenig zu schlafen.

Überraschenderweise wird der NightJet nicht wie geplant über Salzburg, sondern durch das Selztal und über Klagenfurt nach Villach geführt. Dadurch ergibt sich ein nicht angekündigter Aufenthalt von über 75 Minuten 🤯, bevor wir Villach wieder verlassen.

Service ist nicht wirklich die Stärke der ÖBB. 😱
Ob es nun die fehlende Info über die geänderte Route bzw. längere Aufenthalte ist, die Lüftung und der Strom während des Aufenthaltes nicht funktioniert und es unerträglich warm wird oder aber auch keine Toiletten zur Verfügung stehen…
Kundenfreundlich sieht anders aus. 🤬

Die Ankunft in Udine ist wieder punktgenau und wir freuen uns auf ein kleines Frühstück. Beim Durchqueren der Bahnhofshalle müssen wir über einige am Boden schlafende Personen steigen, bevor wir das „Cafe“ erreichen.

Auch hier regiert der laute Ton der Italiener. Wir erfahren, dass wir mitten in einem Treffen der Alpini, eine Gebirgsjägergruppe, die ca. 70.000 Leute umfasst, gelandet sind.
Das Treffen dient nicht etwa einer militärischen Fortbildung, sondern rein dem Treffen alter Kameraden, welche teilweise kaum mehr selber gehen können.

Auch am Tresen des Cafes lehnen die Alpinis und versuchen standhaft zu bleiben, was so manchen einfach nicht gelingen mag. Trotzdem heißt die Order „una Birra“ 🤪 und das früh morgens um 6.30 Uhr.

Nach dem Kaffee und einem Croissant Chocolata verlassen wir das überfüllte Lokal und steigen in den Zug nach Triest. Obwohl der Zug meist über 100 km/h erreicht, brauchen wir bis Triest noch 1,5 Stunden.

Der Bahnhof in Triest hat sich kaum verändert gegenüber meines letztens Besuches zwecks Heimreise von meiner Wanderung „600 km Richtung Süden“.
Wir finden, hier in Italien sehen alle Bahnhöfe ähnlich, sehr unpersönlich aus. Riesige alte Hallen, offen und zugig, kleine Bereiche, wo man sich Tickets, sogenannte Bigliettis kaufen kann, keine Sitzmöglichkeiten, keine Carabineris, darum viele Personen, die am Boden liegen und schlafen, keine Lokale, sondern viele Futter-Automaten, usw.

Wir verlassen den Bahnhof auf der Suche nach dem Fährterminal, von wo man uns nach Muggia, unserem eigentlichen Startpunkt der Wanderung, bringen wird.
Ein Start direkt am Hafen, beim kaiserlichen, zu einem Museum umgewidmeten Bahnhof, Museo Ferroviario di Trieste Campo Marzio kommt für uns nicht in Frage, da wir ansonsten etwa 6-7 km auf stark frequentierten Straßen mit wenigen Gehwegen durch das Industrieviertel der Stadt gehen müssten.

Das Schnellboot, dass wir als Fähre nach Muggia, dem Nachbarort gegenüber von Triest nehmen, startet pünktlich und bringt uns in einer halben Stunde zu unserem Startpunkt.

Es geht zuerst die Küste zurück Richtung Industrieviertel von Triest, wo wir auf den Radweg des Parenzanas treffen.
Noch hält das Wetter und wir kommen gut voran. Überraschend bald schon erreichen wir die Grenze zu Slowenien.
Es geht immer gemächlich, dem alten Bahndamm entlang, bergauf und bergab. In Skofije beginnt es zuerst leicht zu regnen. Es sollte sich aber fast den Rest des Tages gut einregnen und unsere Sicht, aber nicht die Laune eintrüben.

In unseren beiden roten Ponchos eingehüllt, stapfen wir unisono am Parenzana gegen den Regen an.
An Ende des Ortes Skofije sehen wir erstmals einen fast vollständig erhaltenen, zu Wohnhäusern umgewidmeten Bahnhof aus alten Zeiten. Irgendwie haftet noch immer der Charme der „K.u.K.“-Zeit an diesen Gebäuden.

Da es wie aus Kübeln gießt, bleiben wir nicht lange stehen, schießen Fotos und wandern weiter durch die Regenwand.
Wir umwandern Koper, gehen einige Kilometer zwischen der Autostrada und dem neuen Bahngleis und verlassen etwa bei Gesamt-Km 23 die Straße, die vor uns in einem Tunnel verschwindet und wenden uns der Küste Richtung Portorož zu.

Hier hatten die Stadtplaner wirklich „Eier“ 😅.
Nach der Tunneleröffnung wurde die gesamte alte Küstenstraße für den Individualverkehr gesperrt, einzig Anrainer, Serviceleute und Lokalbetreiber dürfen hier im Schritttempo fahren.
Der Großzeil der Strecke ist aber den Fußgängern und Radfahrer, sowie im Sommer den Badenden vorbehalten … nur schade, dass wir kein schönes „Blauer-Himmel-Wetter“ zum Fotografieren haben.

Kurz vor Isola treffen wir auf ein Steak & Grill-House, dass nicht nur offen, sondern vermutlich auch sehr gutes Essen hat, bei derartigem Andrang.
Da wir beide ein wenig „unterhopft“ sind, genießen wir ein gut gekühltes Blondes aus Slowenien, beschließen unseren heutigen Endpunkt mit einem weiteren 10 km-Abschnitt und bestellen uns auch noch unser „Abendessen“, um 14:00 Uhr.

Weiter gehts – wir lassen Isola rechts liegen und erreichen den Ort Jagodje, den wir wieder mal großräumig umgehen.

Der letzte Abschnitt führt uns mitten durch Weinberge, Olivenhaine und Obstgärten, welche nicht mehr so intensiv gepflegt werden, wie wir uns das so vorstellen.

Nach erfolgreichem, fast 30 km Gehen treffen wir bei unserem Hotel/Resort Oleander ein, buchen ein freies Doppelzimmer, duschen und bequatschen bei einigen Bierchen den heutigen Tag und planen den morgigen, hoffentlich nicht so regnerischen Abschnitt der Wanderung.

Mehr Infos

Wer diese Wanderung eventuell nachwandern möchte, dem bieten wir weiter unten in den Details GPS-Dateien (GPX, KML) zum Download an.
Über ein [GEFÄLLT MIR] im Anschluss an diesen Beitrag freuen wir uns immer. 😉
Selbstverständlich würde uns auch eure Meinung zur Wanderung interessieren. Bitte nutzt dazu entweder die Kommentarfunktion oder [RÜCKMELDUNGEN] am linken Rand ⏮.

Wem diese Wanderung bzw. auch unsere Arbeit gefällt und uns EINEN KAFFEE SPENDIEREN möchte, kann dies HIER tun.

genießt das Leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

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Details

Daten zur Wanderung

ca. 29,1 km ➡️
ca. 5,8 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
ca. 272 hm ⬆️
ca. 334 hm ⬇️
ca. 5h 33′ reine Gehzeit 🏁

Start-Koordinaten

Italien, Friaul-Julisch Venetien
34100 Triest
Fähranleger
N45°38’55.5″ E13°45’49.0″

Mole in Muggia
N45°36’24.0″ E13°45’59.1″

GPS-Dateien

Die GPS-Dateien werden am Ende unserer Wanderung bei den jeweiligen Etappen eingefügt.
Wer jedoch aber jetzt schon Infos über die jeweiligen Etappen benötigt, kann auf unserem Komoot-Profil die tagesaktuellen Daten einsehen.

GPX_-_Tour (für GPS-fähige Geräte)
KLM_-_Tour (für Google Earth)

Sicherheitshinweise

Allgemeine Hinweise
– Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
– witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung

Spezielle Hinweise
– keine besonderen Empfehlungen

Bewertung

Landschaft: ∗∗∗
Erlebnis: ∗∗
Technik: ∗
Kondition: ∗∗∗
Schwierigkeit: schwer

(Info’s vom 14.05.2023)

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Wanderkarte: Istrien / Istra / Iszria

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