Verkleidung und Fertigstellung des Feuchtraumes

Hallo liebe Ausbaufreunde

Das Grundgerüst des Feuchtraumes (sprich Bad, Toilette und Trockenraum in einem) war ja schon seit einiger Zeit fertig und die Verkleidung steht nun an, um anschließend bzw. zwischendurch die Wasser-/Abwasserinstallation, sowie die erste Elektroinstallation durchführen zu können.

Vorweg möchte ich hier noch anmerken, dass dieser Part des Ausbaus der heikelste und aufwändigste dieses unseres Projektes war. Der gesamte Bereich „Feuchtraum“ hat uns ca. 260 Std. ohne Einkauf und Recherche, sowie eine Unmenge Nerven gekostet.

Die Außenhaut zum Fahrersitz muss außerdem, bevor diese geklebt und
verschraubt wird, vorher lackiert werden, da man diese Bereiche nach der Montage nur mehr sehr schwer erreichen wird.
Danach wird diese Wand mit 19-mm Armaflex isoliert.
Die B-Säule und somit der Zugang zur Verkleidung und zum Sicherheitsgurt muss gewährleistet bleiben. Dadurch entsteht ein Vertiefung,
in der auch ein Installationsschacht verlaufen wird. Diese Außenteile werden ebenfalls vorher lackiert.
Verschönerungsarbeiten, wie das Verschließen von unschönen Kanten und Kehlen wird,
mit den Lackierarbeiten, die letzte Arbeit dieses Projektes werden.
Die Wand zur Schiebetüre wird die Türe aufnehmen.
Nebenan wird außerhalb des Feuchtraumes im oberen Bereich ab ca. 100 cm eine Ablagemöglichkeit für die Küche eingebaut.
Im unteren Bereich des Feuchtraumes wird ebenfalls eine Vertiefung eingebaut.
Direkt hinter der Beifahrersitzbank, wird eine
Hebeanlage installiert,
da die Abwassertanks in der Garage befestigt sind und dadurch kein Gefälle zu den Tanks erreicht werden kann.
Da der Feuchtraum auch als Trockenraum dienen soll, wird unter der Duschwanne ein 60 mm-Heizungsrohr (aus dem Warmduscherkit) als „Fußbodenheizung“ verlegt. Mittels Lochsäge werden die Durchführungen gebohrt,
im Installationsschacht nach oben gezogen und mit einem verschließbarem Ausströmer versehen.
Die Bodenplatte, auf der die
Duschwanne aufliegt, wird gelöchert, damit die Wärme
relativ ungehindert durchströmen kann.
Der Außenrand der
Duschwanne wird zur Stabilisierung ausgeschäumt.
Weiters wird diese mit einem Geruchsverschluss versehen, mit dem
Abwasserschlauch verbunden, an die Hebeanlage angeschlossen und verbaut.
Zwischen Duschwanne und der fahrerseitigen Außenwand bleibt ein ca 15 * 15 cm
großer Freiraum, in dem wir die Kalt- und Warmwasserleitungen verlegen.
Unter der Trenntoilette wird eine Montageklappe verbaut, um jederzeit wieder an die
Kalt- und Warmwasseranschlüsse sowie der Y-Verbinder heran zu kommen.
Um den vertikalen Installationsschacht vollständig verschließen zu können, wird nun die Frontplatte lackiert und die Mischarmatur der Dusche eingebaut.
Um die Mikroschalter der Armatur zu aktivieren, wird eine 2 * 1,5 mm²-Leitung zum Schaltschrank neben der Schiebetüre verlegt. Da die Pumpe über 6 m entfernt in den Tanks verbaut ist und 75 W Leistung braucht, werden wir im Schaltschrank ein Relais verbauen, da die hohen Ströme sonst den Mikroschalter in der Armatur ruinieren würde. Außerdem müssten auf diese Länge wesentlich stärkere Kabel verbaut werden, die jedoch schwerer und teurer sind.
Bevor nun die endgültige Wand innerhalb der Duschkabine verbaut wird,
verlegen wir noch zusätzlich eine Dampfsperre, um unerwartetes Kondenswasser im Feuchtbereich zu halten und durch einen Dachventilator (Flettner-Lüfter) abführen können.
Die Grundzelle wird nun das erste Mal mit Bootslack lackiert, um die Struktur des Holzes zu verschließen.
Für die Türe wird ein Grundgerüst mit Leiste verbunden, innen und außen 6 mm
Pappelsperrholz aufgeleimt,
verdeckte Türbänder, Griffschalen und Türschnäpper eingefräst und verschraubt.
Im Türfalz wird eine Dichtung geklebt.
Nach der Montage der Wandplatten werden die Schraubenlöcher und die Plattenstöße mittels selbstgemachtem Holzkitt (Schleifstaub und Knetholz) verschlossen, plan geschliffen, mit einer Grundierung vorbehandelt,
die Kehlen und Kanten mit Silikon abgedichtet und schlussendlich alles mit Bootslack feuchtigkeitsbeständig versiegelt.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir den gesamten Innenbereich mit PVC-Bahnen verkleben und die Stöße miteinander verschweißen, da die Plattenstöße mit Sicherheit im Laufe der Zeit aufgehen würden.

Für den Einbau der Nature Head, unserer Trockentrenntoilette, wird die Abluft durch einen zusätzlich Schlauch im Installationsschacht nach oben an die Decke gezogen, um durch den Flettner-Lüfter aus dem Fahrzeug zu entweichen.
Die elektrische Verkabelung des Lüfters der Toilette erfolgt ebenfalls durch den Installationsschacht.

In die 4 mmm Pappelsperrholzplatte, welche als Decke fungiert, werden die Löcher für die Beleuchtung ausgeschnitten.
Danach ordentlich lackieren und an die Decke montieren.
Nun wird nur noch ein
3W LED-Strahler angeschlossen,
welcher über einen Bewegungsmelder geschalten wird. Die dzt. noch sichtbaren Schraubenköpfe werden ebenfalls überlackiert.
Oberhalb der Position der Trockentrenntoilette wird ein Staufach, welches über den Fahrersitz reicht, verbaut
und mit einer Fachunterteilung versehen.
Die Klappe ist mittels Feststell-Klappschanieren zu bedienen und
wird abschließend noch mit einem PVC-Spiegel beklebt.
An der Außenseite der Türe wird nun erstmals unsere Farbstruktur „Shabby Chic“ aufgetragen
und mit Klarlack versiegelt.

Als nächste Aufgabe kommt – „unsere Trockentrenntoilette – jeder produziert Mist ;-)“
.

Gruß die 2 Nomaden 😉

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