Teil 2 – Von Flamingos, Gelsen und unglaublich schöner Landschaft

Urlaub in Bella Italia – Lido di Spina und Po-Delta

Am Tag der Arbeit ist leider der erste Teil unseres Urlaubes am Gardasee vorüber, Stefan samt Familie macht sich auf den Weg Richtung Heimat, Hannes und uns zieht es nun, getrennt, weiter Richtung Süden.

ITALIEN/LIDO DI SPINA. Für uns heißt es nun für zwei Tage online Arbeiten. Der Job geht trotz allem vor. 🫣

Um unsere Tätigkeiten erledigen zu können, brauchen wir Ruhe und einen guten (eher sehr guten) Internet-Zugang, egal ob ein Hotspot mit unserem Handy oder ein W-Lan.
Da wir uns ein paar Tage später noch mit meinem Lieblingsschwager WEANA 😅 und seiner Frau treffen und die restlichen Tage gemeinsam in der Nähe von Venedig verbringen werden, ziehen wir jetzt mal in diese Gegend und besuchen einen Campingplatz bei Lido di Spina.

Der Campingplatz liegt an einer der Brackwasser-Lagunen von Comacchio, inmitten des Naturschutzgebietes Valli di Comacchio, im Parco regionale Delta del Po, einem Unesco Welterbe. Auf der einen Seite ist die Adria, zwischendrin sind Lagunen, die sich im 10. Jahrhundert durch Landabsenkung gebildet haben und durch das Süßwasser des Reno geflutet wurden. Im 16. Jhdt. entstanden als Folge des zunehmen Wasseraustausches mit dem Mittelmeer, die heutigen Brackwasser-Lagunen, in denen sich Flamingos, Reiher, Kraniche, usw. wohlfühlen, und auf der anderen Seite befindet sich das unglaubliche Po-Delta.

Wir kommen nach einer gemütlichen Anfahrt gegen Mittag an und besichtigen sofort den etwa einen Kilometer entfernten Strand. Hier, direkt am Meer, pfeift uns der Wind gewaltig um die Ohren und so beschließen wir, erst einmal die Arbeit zu erledigen, in der Hoffnung, dass sich der Wind etwas legt.

Der Campingplatz ist erst vor 6 Tagen aus dem Winterschlaf erwacht und so teilen wir uns den gesamten Stellplatz mit Holländern, Deutschen und Italienern, welche von dem großen Platz gerade mal sieben Stellplätze belegen.

Die zwei Tage werkeln wir bei sehr gutem W-Lan (der Handy-Empfang ist grottenschlecht; kein Telefonempfang 🫣 und Uli war schon leicht nervös) und genießen die Ruhe bei abwechselndem Sonnenschein und gewittrigen Regenschauern. Das wiederum aktiviert die Gelsen, die uns an den Pelz wollen.

Es reisen dzt. mehr Gäste ab, als ankommen und so können wir uns auf unserem Stellplatz ausdehnen und stehen, wie wir wollen.

Am zweiten Nachmittag, nach getaner Arbeit, besuchen wir nochmals den Strand und werden wieder vom, milde ausgedrückt, Wind gebremst und so stolpern wir, fast schon paniert wie ein Wiener Schnitzerl, in die schon offene Strandbar. Der Kellner ist freundlich – kein Wunder, wir sind die einzigen Gäste. Ein großes und ein kleines Bier, ein Sackerl Chips und wir feiern unsere Freiheit für über eine Woche. Am Heimweg zum Hofrat, erwischt uns schon wieder ein Schauer und zum zweiten Mal kommen wir etwas durchnässt beim Hofrat an.

Der Freitagmorgen beginnt schon spannend. Wir erwachen sehr früh durch lautes Getöse und Andreas denkt an einen sehr motivierten Rasenmäher. Ich schau durch unsere Luke und ruf: Mach die Fenster sofort zu! Und schon biegt ein Pick-Up um die Kurve mit einem riesigen Propeller hinten drauf und bläst Gift gegen unsere Gelsen-Freunde in die Büsche. Wir warten noch etwas mit dem Öffnen der Tür, aber nachdem die vielen Tauben nicht vom Baum fallen, wagen wir es auszusteigen.

Wir genießen das erste Frühstück in der Sonne in diesem Urlaub und planen eine Radtour. Diese soll uns um das Valli di Comacchio herum führen. Ein Stück des Weges führt sogar durch die Lagune.

Alles gepackt und schon geht es los. Kurzärmelig mit einem leichten Gilet – erstmal. Das erste Stück des Weges führt uns durch einen Pinienwald und hinaus aus dem Campingplatz auf einem super tollen Radweg (Danke Italia) hinein in die Lagunenlandschaft.

Der erste Stopp muss sein, da der Wind noch sehr kühl ist am Morgen, zieht es uns gleich einmal in eine Jacke. Hilft übrigens auch gegen Gelsen. Und wenn ich euch sage, dass ich zwölfzig Trillionen gezählt habe, ist das nicht untertrieben. Die uns entgegenkommenden, radelnden Italiener fahren mit Halstuch über Mund und Nase. Nun, haben wir nicht, also werden wir erstmal die Klappe halten.

Und das war es dann mit flüssigem Fahren. Die ersten Flamingos in Sicht. Das Rad stellen wir ab und schleichen uns vorsichtig an. Wir nehmen auch den grottenhässlichen Bagger im Hintergrund in Kauf und knipsen und filmen in allen Varianten, nicht wissend, dass wir noch ca. 1.000 Flamingos oder mehr erspähen werden. Die ersten Fotos haben wir übrigens schon gelöscht.

Und dann kommen wir an im Parco Regionale Delta del Po. Über eine Fußgänger- und Radbrücke geht es direkt hinein in die Lagune auf einem schmalen Damm, der ins Wasser gebaut ist. Komisches Gefühl so durch diesen See zu fahren, links und rechts nur Wasser – soweit das Auge reicht. Kurz denke ich daran, dass ich hier kein Gewitter erleben möchte, aber die Freude über dieses Ereignis überwiegt und so erreichen wir wieder das Festland.

Einmal um die Kurve und schon sind sie da – Flamingos. Ach, sind die schön. Andreas schleicht sich wieder an und filmt und fotografiert. So geht das eigentlich die nächsten 20 km dahin und dann beschließen wir, nicht mehr stehenzubleiben. Wieviele Fotos von Flamingos sollen wir noch machen? Also wird in die Pedale getreten und wir fahren diesen tollen Radweg in einer Gruppe mit unseren Freunden – den Gelsen.

Da wir einer Radkarte folgen, die wir offline heruntergeladen haben, geht es flott weiter. Von einem Highlight zum nächsten. Die Radwege sind wirklich top, nur ein Stück von ca. 10 km fahren wir auf einer Straße, die allerdings fast nicht befahren ist, auch immer direkt am See entlang. Dann biegen wir wieder ab auf einen Damm und entdecken ein kleines Häuschen auf einer Insel, dass nun ein Museum darstellt. Die Gelsen beschließen, draußen auf uns zu warten und wir bewundern die ausgestellten Fotografien und das Mobiliar von anno dazumal.

Weiter gehts auf diesem herrlichen Damm und wir erreichen die Fischerhütten am Portocanale. Hier werden Aale, Wolfsbarsch, Seezunge, Meerbarbe, Brasse und Flunder gefischt und wir erblicken ein Boot, das mit Kisten voller Miesmuscheln beladen ist. Nur noch ein kurzes Stück, dann erreichen wir Lido di Spina, das wir aber rechts liegen lassen und den Strand entlang Richtung unseres Campingplatzes radeln.

Übrigens werden nun die Strände vom Schwemmholz und Plastik befreit, die Sonnenschirme verankert und die vielen Bars auf den verschiedenen Strandabschnitten geöffnet. Alles wartet auf die Touristen und wir sind froh, als eine der ersten dieses Jahr diese wunderschöne Umgebung mit ihrer Flora und Fauna entdeckt haben zu dürfen.

Weitere Infos

und die GPX-Datei gibt es unten in den Details.

genießt das Leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

🙏 wer mehr über unsere Unternehmungen wissen will, folgt uns auf 🙏
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Details

GPS-Dateien

Daten zu unserer Ausfahrt

  • ca. 54,8 km
  • ca. 11,4 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
  • ca. 109 hm
  • ca. 115 hm
  • ca. 4h 48′ reine Fahrzeit

Sicherheitshinweise

  • Allgemeine Hinweise
    • Fahrtauglichkeit
    • witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
  • Spezielle Hinweise
    • unbedingt beim Fahren Insektenschutz verwenden.

(Info’s vom 04.05.2024)

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