Bärenstein (1077 m)

Allgemeines:
Es ist Sonntag, wir sitzen beim Frühstück und beschließen spontan einen Ausflug bzw. eine Wanderung zu unternehmen. Aufgrund der Schneefälle der letzten Tage und der Lawinensituation in den Bergen, suchen wir nach einer Schneeschuhtour im Mühlviertel und finden die Bärenstein-Runde in Grünwald nahe Aigen-Schlägl.

Rein in die Wanderklamotten, Hauben, Handschuhe und Schneeschuhe sind rasch eingepackt und wir fahren los. Der Blick aus dem Autofenster am Weg ins Mühlviertel verspricht zwar blauen Himmel und Sonnenschein, aber Schnee …. ??

In Rohrbach sind die Wiesen maximal angezuckert, in Aigen-Schlägl liegt schon mehr Schnee, aber der Böhmerwald lockt uns von weitem schon in einem strahlenden weißen Kleid, da hier über Nacht Nebel eingefallen war, der sich nun auflöst.

In Aigen-Schlägl biegen wir ab und eine schmale, nun teilweise sehr eisige und schneebedeckte Straße verspricht schon viel mehr Winter.

Vorsichtig geht’s bergan, teilweise säumen umgestürzte Bäume den Straßenrand. Wir passieren die Berghäusl-Siedlung, eine letzte Kurve vor der Jugendherberge und ich suche hastig nach meinem iPhone. „Bleib bitte stehen, Wahnsinn – so schön da“ ….

Ein Foto ist mir erlaubt und es geht weiter. Kurz fällt nochmals der Nebel ein und dann sind wir in Grünwald, wo die Sonne vom Himmel strahlt und die Luft flirrt.

Gegenüber dem Panyhaus, einem Gasthaus, ist ein Parkplatz angelegt. Einige Wanderer und Langläufer sind schon unterwegs und auch wir ziehen uns rasch warm an, schnallen die Schneeschuhe über und folgen der Hinweistafel zum Bärenstein, die nur grad halb aus dem tiefen Schnee ragt.

Die hohen Bäume biegen sich unter der Schneelast, zusätzlich gefroren durch den Nebel der letzten Nacht und den Minustemperaturen.

Die Sonne funkelt zwischen den Bäumen, der blitzblaue Himmel bildet einen wunderbaren Kontrast zu dieser schneeweißen Märchenwelt.
Es glitzert, funkelt und gleißt und meine rechte Hand friert langsam ein, da ich zum Fotografieren immer aus dem Handschuh raus muss.

Nur langsam kommen wir weiter. Immer wieder bleiben wir stehen, drehen uns um und bewundern diese Winterwelt, die aus einem Märchenbuch herausgerissen scheint.

Die Baumwipfel gleichen Zipfelmützen und manch einer der Bäume, hat diese Last nicht mehr tragen können und ist abgebrochen.

Durch den Wald führt nur eine Spur, die direkt zum Bärenstein führt und leicht zu bewältigen ist. Bei einer Hinweistafel angekommen nochmal ein Blick zurück, nochmal ein Foto von vielen und dann
geht es etwas steiler bergauf zum Bärenstein, wo allerdings auch ein Geländer angebracht ist.

Die letzten paar Meter sind geschafft und wir stehen auf der Aussichtsplattform.

Vor uns das Gipfelkreuz, vereist und wunderschön steht es da und rundum neigen die Bäume ihre weißen starren Wipfel. Die Fernsicht ist unglaublich. Atemlos genießen wir eine Weile diesen Anblick und steigen dann hinab, um den Weg rund um die Plattform zum Gipfelkreuz nochmals vorsichtig hinaufzusteigen. Noch ein paar Fotos gemacht, nochmals diesen Augenblick, diesen Eindruck eingesogen, um ihn für immer zu speichern und dann machen wir uns auf den Rückweg durch den Märchenwald.

Am Parkplatz angekommen, verstauen wir die Schneeschuhe und kehren im Panyhaus ein.
Beim Öffnen der Gaststubentür schlägt uns warme, feuchte Luft entgegen und mit einem freundlichen „Griass eich“ und „setzts euch wo dazu“ werden wir von der Wirtin begrüßt. Die handgeschriebene Karte wird auf den Tisch gelegt und wir sind erstaunt über die verschiedensten Wildgerichte, die zu einem wirklich günstigen Preis angeboten werden.

Ein wenig ist es zu warten, weil das Gasthaus bummvoll ist, aber wir kommen schnell mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch und dann stehen das kühle Seiterl und die dampfenden Teller vor uns.Wer einen Ausflug zum Bärenstein unternimmt, sollte es nicht versäumen im Panyhaus einzukehren. Sonst hat man wirklich etwas versäumt!

Lage/Koordinaten:
N 48°41’00.6″ E 13°59’06.00″

Daten:
reine Gehzeit: ca. 1,25 h
Strecke: ca. 3,5 km.
Aufstieg/Abstieg: je ca. 100 hm

Anfahrt:
PKW:
von Rtg. Salzburg kommend – A1 auf A7 – Abfahrt 6 Linz-Zentrum – B139 (bis zur Donau) – B129 (über die Donaubrücke) – B127 – Aigen/Schlägl – Grünwald – Gh. Panyhaus
von Rtg. Wien kommend – A1 auf A7 – Abfahrt 6 Linz-Zentrum – B139 (bis zur Donau) – B129 (über die Donaubrücke) – B127 – Aigen/Schlägl – Grünwald – Gh. Panyhaus
von Rtg. Graz kommend – A9 auf A1 –  A1auf A7 – Abfahrt 6 Linz-Zentrum – B139 (bis zur Donau) – B129 (über die Donaubrücke) – B127 – Aigen/Schlägl – Grünwald – Gh. Panyhaus

Öffentlicher Verkehr:
von Rtg. Wien, Salzburg bzw. Graz kommend – mit dem Zug nach Linz, Hauptbahnhof – mit dem Bus nach Linz-Urfahr Bahnhof – mit dem Zug nach Aigen/Schlägl – bis zum Gasthaus Panyhaus mit dem Taxi

Campingplätze:
Campingplatz Haslach
Bahnstraße 1, 4170 Haslach an der Mühl
N 48°34’46.4″ E 14°02’17.2″

Böhmerwald Camp
Seeweg, 4163 Klaffer am Hochficht
http://www.campingplatz-klaffer.at
N 48°41’50.9″ E 13°52’01.5″

Einkehrmöglichkeiten:
Gasthof Panyhaus
Grünwald 1, 4160 Aigen im Mühlkreis
N 48°40’19.8″ E13°58’43.0″

Parkmöglichkeiten:
Österreich, Oberösterreich, Rohrbach, Grünwald 23, 4160 Aigen/Schlägl
N 48°40’21.9″ E 13°58’46.0″
Parkplatz beim Gasthaus Panyhaus

Bewertung:
Landschaft: ∗∗∗∗∗
Erlebnis: ∗∗∗
Schwierigkeit: leicht

(Info’s vom 20.01.2019)

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Wanderkarte: WK262 – Böhmerwald-Mühlviertel-Moldaustausee

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