Wenn der Radclub zu Fuß die Berge erobert
Es begann im Morgengrauen, als die ersten Stimmen über den Parkplatz hallten und die Welt noch so tat, als müsse sie wachgeküsst werden. Unser Radclub – bekannt für rollende Räder, kreisende Pedale und Kilometer, die unter den Reifen verschwinden – hatte wieder einmal einen ungewöhnlichen Entschluss gefasst.
MICHELDORF. Heute sollte nicht Metall die Kraft verstärken, sondern Muskel, Wille und ein bisschen verrückte Neugier. Die Radclub-Crew ging zu Fuß.
Keine Räder, keine Ketten, nur wir, der Pfad und zwei Gipfel.
🚴♂️🏔️ der Radclub in der Schön
Wir starten vom Parkplatz Taverne in der Schön mit vollem Elan Richtung Kienberg.
Das hat sich erstmal komisch angefühlt – keine Helme, keine Radcomputer, niemand der leise schnurrende Freehubs hört. Nur Wald, Weg und ziemlich viel gefrorener Boden.

Gleich bei der ersten Steigung gab es die erste unfreiwillige Pause, alle haben die „Ketten“, sprich Grödl angelegt. Dann zog sich der Weg gemächlich den Hang hinauf.
Die Gespräche reichten von „Wo ist mein E-Bike, wenn ich’s brauche?“ bis „Eigentlich ist Bergaufgehen ohne Rad noch anstrengender!“



Der Weg führte hinein in einen nicht verschneiten Wald, der roch nach Erde, Moos und Geschichten, die nur erzählt werden, wenn keine Reifen surren. Mit jedem Schritt fühlte es sich an, als würde man tiefer eintreten in ein Abenteuer, das wir so gar nicht geplant hatten.
Ein paar scherzhafte Klagen über fehlende Gänge und E-Bike-Unterstützung, ein Lachen, das zwischen den Bäumen widerhallte – und plötzlich schien die Welt leiser zu werden, je höher wir stiegen.



Ab und zu kommt das gelegentliche Gemurmel: „Wie viele Höhenmeter haben wir denn noch?“
Okay … eigentlich wurde das oft gefragt. Sehr oft sogar. 😜
Kurz vor unserem ersten Ziel, dem Gipfel des Kienbergs haben wir das Ende der Nebeldecke erreicht und staunen nicht schlecht über den Anblick des wunderschönen blauen Himmels, der Bergkette und dem tollen Blick auf die flauschige Nebeldecke.






Oben am Kienberg wartete das volle Programm: frische Luft, weite Aussicht und das gute Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben.
Der Moment auf dem Gipfel war nicht laut, nicht wild, sondern groß.




Ein Gipfelkreuz im Wind, eine Aussicht bis zum Horizont, und irgendwo dazwischen das Gefühl, dass es Orte gibt, die man nicht mit einem Rad erreichen soll. Orte, die verlangen, dass man sich Zeit nimmt, Schritt für Schritt, Atemzug für Atemzug.
Die Berge wirkten surreal, sahen aus, als ob spitze schroffe Zacken durch die Nebeldecke stachen.
Man spürte, wie der Wind Geschichten flüsterte – von jenen, die vor uns hier standen, und jenen, die es noch tun werden.
Für ein paar Herzschläge war die Welt weit, und wir waren Teil davon.
🏞️➡️ Weiter geht’s zum Lustigen Kegerl
Doch wer glaubt, ein Gipfel reiche einem Radclub, kennt uns schlecht – wir sind schließlich ein Radclub. Also marschierten wir weiter, zuerst steile Hänge bergab, dann wieder einen kurzen Anstieg lang hinauf zum Gipfel des Lustigen Kegerls.


Das Lustige Kegerl wartete, als wäre er der zweite Akt eines Bergabenteuers, das sich erst warmgelaufen hatte. Der Weg zwischen den Gipfeln war ein Band aus Wurzeln, Steinen und Lichtflecken. Mal redeten wir laut, als wollten wir den Wald zum Lachen bringen. Mal wurde es still, und nur das rhythmische Stapfen erzählte weiter.


Und der Name hielt, was er versprach: ein Weg zum Grinsen, ein Anstieg mit Charme und ein Gipfel, der richtig gute Laune machen würde, wäre da nicht die Aussicht, die leider nicht vorhanden war.
Am Kreuz oben herrschte das wohlige Gemisch aus Müdigkeit, Zufriedenheit und dem stillen Gedanken, dass Wandern fast genauso cool ist wie Biken. Fast.


Der Abstieg war ein sanfter Rückzug aus einem Reich über dem Nebelmeer.
Die Beine müde, doch stärker als zu Beginn.
Die Stimmung ruhig, doch innerlich funkelnd wie ein Feuer, das langsam verglüht, aber lange warm bleibt.
🎉 Fazit unserer Wanderung
Man wusste, dass man etwas hinter sich ließ, das größer war als eine Route auf Komoot.
Als wir wieder unten ankamen, war der Nebel dicker als zu Beginn unserer Tour, doch die Welt drehte sich weiter, als wäre nichts passiert – doch wir wussten es besser.
Wir hatten zwei Berge bezwungen.
Wir hatten gelacht, geschnauft, geschwitzt und geschaut.
Und wir hatten bewiesen, dass ein Radclub nicht nur fährt – er zieht los, egal wie.
Und wenn später jemand fragte, warum zum Teufel wir das zu Fuß gemacht haben, lächelten wir nur.
Denn manche Geschichten brauchen keinen Grund.
Nur einen Berg.
Und Freunde, die mitgehen.
Wir sind bereit!
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Details
Daten zur Wanderung
- ca. 8,7 km ➡️
- ca. 2,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
- ca. 450 hm ⬆️
- ca. 450 hm ⬇️
- ca. 3h 33′ Gehzeit 🏁
Lage/Start/Koordinaten
- Österreich, OÖ, Bez. Kirchdorf a.d.Krems
4563 Micheldorf in OÖ.
N47°51’17.3″ E14°09’02.9″
Parkmöglichkeiten
- Parkplatz Taverne in der Schön
(Parken nach vorherige Absprache mit Wirt)
N47°51’17.3″ E14°09’02.9″
GPS-Dateien
- GPX_-_Tour (für GPS-fähige Geräte)
- KLM_-_Tour (für Google Earth)
Einkehrmöglichkeiten
- Taverne in der Schön
Schön 37, 4563 Micheldorf in OÖ.
www.taverne-schoen.at
N47°51’16.1″ E14°09’04.0″
Sicherheitshinweise
- Allgemeine Hinweise
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
- Spezielle Hinweise
- keine besonderen Empfehlungen
Bewertung
- Landschaft: ∗∗∗∗
- Erlebnis: ∗∗∗
- Technik: ∗∗
- Kondition: ∗∗
- Schwierigkeit: leicht
(Info’s vom 17.01.2026)
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Wanderkarte: Nationalpark Kalkalpen, Ennstal, Steyrtal, Pyhrn-Priel-Region
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Kategorien:Österreich, Oberösterreich, Wanderungen