auf nach Norden, zur Insel Murter
Am Tag der Abreise haben wir noch einen Abstecher hinüber nach Lupis unternommen, um den dortigen Campingplatz zu inspizieren. Nett, einfach, vielleicht landen wir dort einmal. Bevor wir die Insel verlassen, kaufen wir noch eine Rot- und eine Weißweinflasche, um auch den Wein hier zu testen. Haben es dann getan und zwar auf Murter, unserem nächsten Urlaubsziel. Was soll ich sagen, manche schwärmen so vom kroatischen Wein. Ich finde, er kann dem österreichischen Wein nicht das Wasser reichen, sorry!
Jezera, Insel Murter, Tag 09-18
Wir reisen bereits einen Tag, bevor mein Bruder mit meiner Schwägerin kommen, an. Was gut war, denn sonst hätte der ganze Urlaub in einer Tragödie geendet. Nämlich sonnentechnisch. Mein Bruder hatte ein Mobilehome von der Firma Gebetsroither gebucht und wir benötigten einen Stellplatz. Da wir immer noch Mitte Mai haben, reservieren wir nicht, war auch absolut nicht nötig. Vielleicht war der Campingplatz zu einem Drittel belegt, die Dauercamper ausgenommen.
Murter ist eine Insel, aber über eine Brücke zu erreichen und unser Campingplatz Jezera liegt gleich nach Tisno in einer Bucht. Wir checken ein, besichtigen den Platz und schauen erst einmal, wo die Mobilehomes von Gebetsroither liegen. Der Campingplatz ist zweigeteilt, L-förmig angelegt. Die kurze Seite ist fast zur Gänze im Schatten der Föhren und die längere Seite auch sehr bewaldet, aber es gibt auch lichtere Plätze ganz hinten am Ende in Richtung Betina.
Gebetsroither ist auf der Schattenseite und so suchen wir ein Plätzchen in diesem Wald unterhalb der Mobilehomes, wo es zumindest etwas lichter ist. Schon sehr niedergeschlagen, in Anbetracht des tollen Plätzchens auf Lavanda, parken wir unseren Hofrat und gehen hinauf zu den Mobilehomes, um die Betreuerin von Gebetsroither zu suchen und zu erfahren, welches wohl mein Bruder und meine Schwägerin bekommen.
Wir treffen sie am Weg und sie erzählt uns gleich, dass er die Nummer 2 gleich in der ersten Reihe der Gebetsroither Mobilehomes hat. Meine Laune hat mittlerweile fast den Tiefpunkt erreicht, in dem Moment, als ich sehe, dass diese Unterkunft im Vollschatten steht. Von morgens bis abends. Da ich meinen Bruder mittlerweile schon 60 Jahre und daher sehr gut kenne, weiß ich, dass er definitiv die Krise kriegt, wenn er diesen Container sieht. Er, der absolute Sonnenanbeter überhaupt. Und selbst ich, die schon auch an heißen Tagen ein bisschen Schatten zu schätzen weiß, würde in diesem Mobilhome eingehen, wie eine Blume, die niemals Wasser kriegt.
So marschieren wir erstmal alle Reihen der Gebetsroither Mobilehomes ab und finden heraus, dass nur die oberste Reihe oberhalb des Waldes morgens und auch abends Sonne hat. Wir marschieren wieder zurück zur Gebetsroither-Lady und ich frage, ob es möglich wäre, eines dieser MHs zu bekommen. Sie meint, dass kann nur Gebetsroither entscheiden.


Mittlerweile bin ich einem Tobsuchtsanfall nahe und Andre meint, am besten wäre es, wenn wir erst einmal einen neuen Platz für uns suchen, da er schon ahnt, dass meine Hutschnur bald reißt. Wir wandern über den Platz und finden auch wirklich eine Stelle, wo wir morgens und abends Sonne haben. Liebe Leute, das ist im Mai essentiell, da genießt man morgens und abends die Sonne, weil die Grundtemperatur noch sehr niedrig ist und auf Murter der Wind IMMER weht. Das Meer ist zwar nicht in Sichtweite, aber egal, Hauptsache Sonne.
Noch einmal gehen wir zur Rezeption, buchen um und treffen zufällig die Gebetsroither Lady. Voller Freude erzählt sie uns, dass mein Bruder nun in der obersten Reihe ein MH bekommt. Das einzige in dieser Reihe, dass ganz am Anfang steht und daher wieder im Vollschatten.
Ich töte sie mit Blicken, sage nur, dass wir morgen Gebetsroither anrufen und informiere gleich meinen Bruder, instruiere ihn, dass er sich sofort meldet, wenn er am nächsten Tag ankommt und wie er dann Gebetsroither zum nochmaligen Wechsel des MHs in die Sonne überreden kann. Dann gehen wir zurück zum Hofrat und Andre holt gleich einmal die Schnaps-Stamperl raus. Das war dringend notwendig.
Am nächsten Tag treffen wir uns bei der Rezeption und die Dame dort sagt, dass er umgebucht wurde auf Platz 20, dem sonnigsten Platzerl dort oben. Hach, mir fällt ein Stein vom Herzen. Ab diesem Moment hab ich dann Eva, die Gebetsroither Lady in mein Herz geschlossen – der Urlaub konnte so richtig beginnen.


Gleich am Ankunftstag meines Bruder machen wir eine kleine Erkundungstour, ergötzen uns am wunderschönen Meer Dalmatiens, das nun wirklich komplett anders ist, als im nördlichen Kroatien.










In diesen zwölf Tagen mit meinem Bruder und meiner Schwägerin erradelten wir über 200 km und auch einige Höhenmeter. Andre hat vor, die Rad- und Wandertouren im speziellen in eigenen Beiträgen zu beschreiben, ich führe sie nur grob an:
Von Jezera radelten wir nach Murter und hinauf zur Bunkeranlage Raduc hoch über dem Meer, mit genialen Ausblicken rundum, weiter nach Betina und retour. Steil war es in jeder Beziehung inkl. krassen Schiebepassagen, Werners Kette ist gerissen und wir mussten eine Radwerkstatt suchen. Haben auch eine tolle gefunden (JOP Rent-a-bike), die sogar ein Leihrad zur Verfügung stellte und eine passende Kette in Vodice besorgte.













Erwähnenswert ist unser Spaziergang zwischen Jezera und Tisno und schließlich den Kreuzweg hinauf zur Kirche Karavaj. Sehr schön ist es da oben.




Eine tolle Radtour führte uns zum Naturpark Vransko Jezero, dem Vrana See und schlussendlich in das Städtchen Pirovac. Wieder ein bisserl abenteuerlich natürlich, wenn der Weg im dichten Gebüsch oder gar im Meer endet. Kurz vor Jezera hatte Maxi einen Platten.








Vodice haben wir auch ohne Rad besucht, weil wir uns mit einem alten Freund, Neven, getroffen haben, der uns in ein tolles Restaurant zu einer noch tolleren Fischplatte eingeladen hat und wo wir einen netten Nachmittag verbrachten.

Einen Tag besuchten wir Sibenik, wo wir uns die Altstadt anschauten, die wirklich sehr sehenswert ist.










Einen der insgesamt zwei Regentage im Mai wanderten wir auf den Hügel vor dem Campingplatz, der oben völlig weglos und super felsig ist und nachmittags fuhren wir nochmals nach Vodice, weil wir durch Neven Kontakt zu einem Olivenöl-Bauern bekommen hatten und wir uns dort das Öl direkt vom Fass holen durften.

Eine spannende Radtour führte uns aufs Festland und zwar zur Karmeliterkirche Svetiste Gospe od Karmela, die man von weitem sieht am Weg nach Vodice. Da hinauf führt auch ein Kreuzweg bzw. eine schmale Straße für Radfahrer, die an Steilheit fast nicht zu überbieten ist – selbst mit Turbo.











Zurück ging es von Vodice über Tribanj immer die malerische Küste am türkisen Meer entlang. Der Duft von blühendem Ginster, Olivenbäumen, Feigen und Jasmin ist im Mai unbeschreiblich schön. Das Fischerdörfchen Tribanj ist auf jeden Fall einen Besuch wert und der Kreuzweg hinauf zum alten Friedhof ebenso, weil man von dort weit hinaus übers Meer und die Inseln sieht.







Einen stürmischen Tag wanderten wir vom Campingplatz zur kleinen Kirche Sv. Roka, wo man einen herrlichen Blick hat. Schließlich erkundeten wir die Altstadt von Murter und wanderten den Küstenweg zurück nach Betina und weiter zum Campingplatz Jezera.


Die letzte Radtour war eine wahre Schlammschlacht im Hinterland des Festlandes. Durch tiefe Wasserpfützen, hoch verwachsene Feldwege und Blumenwiesen erreichten wir müde, aber zufrieden die Insel, wo wir uns wiederum ein verdientes Bier und köstliche kroatische Speisen gönnten.





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Details
Unserer Übernachtungsplätze
- Camping Jezera Village
Uvala Lovišća, 22242, Jezera
www.camp-murter-kornati.com
N44°17’13.5″ E15°26’51.0″
(Info’s vom 15.05.2025)
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