km 019-043 – zwischen Österreich und Slowenien
Motto des Tages – Handschuhe wären auch OK 🤔
Da ich schon sehr früh zu Bett gegangen bin, war ich natürlich auch schon sehr früh wach. Morgenhygiene, alles verstauen und ab zum Kaffee. Der Chef hat mich beim Frühstück ein wenig verunsichert und mir gesagt, dass ich mich heute sputen solle, um noch vor der Finsternis zu meiner nächsten Unterkunft im 25 km entfernten St. Pongratzen zu kommen. Na dann … 🤔
LAAKEN. Also, das Frühstück fällt entsprechend gering aus und so starte ich um 07:30 Uhr vor der Hütte in Laaken los.
Noch schnell die Uhr starten, die WhatsApp-Gruppe informieren und den Rucksack schultern.
Der 2. Tag beginnt gleich mit einem steilen Abstieg durch einen schier endlos scheinenden Nadelwald. Es galt aufzupassen, denn der Weg war stellenweise gefroren und sehr rutschig, und so erreiche ich die tiefste Stelle dieses Abschnittes, das mystisch schöne Zweibachtal. Hier treffen sich der Krumbach und die Feistritz. Auf der sogenannten Märchenwiese, einem paradiesisch grünen Feuchtbiotop, kann man ein wenig rasten, denn das bringt Kraft, die man für den kommenden steilen Aufstieg in Richtung St. Lorenzen braucht.





Es war ein herrlicher, wolkenlos sonniger Vormittag und perfekt zum Wandern. Die Luft war kalt und rein. Die eher seltenen Aussichten waren echte Panoramen, wie man es sich vorstellt.
Und so verflog die Zeit im Nu und die erste Erhöhung des Tages war geschafft. Ich war wieder auf derselben Höhe wie bei meinem Start heute morgen angelangt.
Hier kann man an den Grenzwärterhäuschen erahnen, wie es früher an den Grenzposten zugegangen sein muss.





Vorbei an hölzernen Marterl geht es nun für mich wellenförmig, auf verwachsenen, teils kaum begehbaren Wegen stetig bergab, bis ich kurz vor der Ortschaft St. Lorenzen, welche ich rechtsseitig umgehe, aus dem bewaldeten Bereich herauskomme. Entlang saftigen Wiesen wandernd, lohnt sich ein kurzer Blick zurück, der die, auf einem Hügel liegende, idyllisch gelegene Kirche St. Laurenzen freigibt.









Hier begann nun wieder ein Abstieg, meist auf Forststraßen, vorbei an einem großen, eher unschön wirkenden Diabassteinbruch, der wirklich nicht in die Landschaft passt, und die mich, nach etwa 15 km auf 662 müA., zum Radlpass in den Lavantaler Alpen führten.




Meine vorgesehene Pause fiel wesentlich kürzer aus, als geplant. Hier weht ein eiskalter Wind und zwingt mich (um nicht krank zu werden) zum Weiterwandern. Nach einer kurzen Stärkung führt mich nun der Weg gleich wieder steil, durch scheinbar endlose Wälder, bergauf. Außerdem schob nun der Wind kontinuierlich Wolken vor die Sonne.
Auf gut begehbaren Waldwegen und Forststraßen ging es Step by Step aufwärts und ich erreiche, ohne nennenswerte Highlights, nach guten 6 Stunden die Anhöhe. Oben angekommen, erwartet mich die Kapuner-Hütte, eine Selbstversorgerhütte des Österreichischen Alpenvereins, bei der man eine kleine Pause einlegen und sich stärken kann. Gleich nebenan, an einer Trinkwasserquelle, darf ich meine Wasserflaschen auffüllen.




Ab hier ist der größte Teil der heutigen Etappe geschafft und es ist nicht mehr weit in das cirka zwei Stunden entfernte Sankt Pongratzen.
Der Wind bläst dermaßen stark, dass meine Finger schon ganz steif sind. Das wiederum spornt mich an, die letzten Kilometer bergab schneller zu gehen.
Ich wandere wieder durch dichte Wälder bergab und kurz vor meinem Ziel taucht auf einer Lichtung plötzlich wieder, wie schon gestern, eine Kirche auf. Die beeindruckend schönen Kirche Sveti Pankracij (Sankt Pongrazen), die direkt an der Grenze erbaut wurde, erinnert einen an die Teilung durch den Eisernen Vorhang.
Die Besonderheit dieser Grenzkirche ist, dass sie sowohl über einen Eingang auf slowenischer als auch auf österreichischer Seite verfügt.
Leider ist auch die Kirche St. Pongratzen nicht für eine Besichtigung offen.



Eine Hinweistafel informiert mich, dass mein Quartier, das Panoramahaus Legat vulgo Wutschnig (der Gasthof wurde 2019 geschlossen), nur mehr 10 min. entfernt ist.
Leider hat die Forstwirtschaft etwas dagegen, dass ich ehest zu meinem Zimmer komme. Holzarbeiten und damit ein striktes Betretungsverbot schenken mir noch einen weiteren Kilometer Umweg.
Die Familie Legat vermietet keine Zimmer, sondern Ferienwohnungen und so habe ich ein Upgrade bekommen. Ich werde mit einem Bierchen verwöhnt und genieße mein Abendessen.
Heute Nacht soll es zu regnen beginnen und den morgigen Vormittag ausfüllen.
Aus diesem Grund hetzt mich nichts und ich kann beim Frühstück um 08:00 Uhr entscheiden, wann es für mich auf der ca. 17 km-Etappe losgehen soll.
Ich möchte morgen nicht wieder wie heute um 5 Uhr oder noch früher wach werden, daher geht es erst um 22:00 Uhr ins Bett.
Tipp:
Da die Unterkunft nur aus wenigen Zimmern besteht, sollte man auch hier UNBEDINGT vorab buchen. Leider gibt es hier keinerlei Einkehrmöglichkeit zum Abendessen (das Gasthaus sollte aber demnächst wieder eröffnet werden), dafür aber ein reichhaltiges Frühstück.
Fazit des Tages:
Der eiskalte Wind aus Slowenien zwang mich heute, mein Tempo wesentlich zu steigern und darum konnte ich die seltenen Aussichten nicht wirklich genießen.
Auch auf dieser Etappe fällt auf, dass die Wartung und Pflege der Wanderwege eher vernachlässigt wird.
Mehr Infos
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es grüßen euch
Uli & André von
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Details
Daten zur Wanderung
- ca. 24,8 km ➡️
- ca. 3,4 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
- ca. 1179 hm ⬆️
- ca. 1293 hm ⬇️
- ca. 5h 17′ reine Gehzeit 🏁
- ca. 7h 20′ Zeit unterwegs ⏭
Lage/Start/Koordinaten
- Österreich, Steiermark, Bez.Deutschlandsberg
Gemeinde 8554 Soboth-Eibiswald
N46°39’16.5″ E15°05’28.5″
GPS-Dateien (werden ehest nachgetragen)
- GPX_-_Tour (für GPS-fähige Geräte)
- KLM_-_Tour (für Google Earth)
Besonderheiten
- Sv. Pankrac
Einkehrmöglichkeiten
- Gasthaus Strutz
Laaken W. 21, 8554 Soboth
http://www.roschitzhof.at/texte/gasthaus-strutz.html
N46°39’16.5″ E15°05’28.5″ - Gasthof Legat vulgo Wutschnig
St. Pongratzen 3, 8455 Pongratzen
https://www.panoramahaus-legat.at/
N46°39’20.4″ E15°17’57.4″
Sicherheitshinweise
- Allgemeine Hinweise
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
- Spezielle Hinweise
- keine besonderen Empfehlungen
Bewertung
- Landschaft: ∗∗∗∗
- Erlebnis: ∗∗∗
- Technik: ∗∗
- Kondition: ∗∗∗
- Schwierigkeit: mittel
(Info’s vom 04.10.2025)
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Wanderkarte: NationalparSüdsteiermark, Graz, Leibnitz, Deutschlandsberg, Unteres Murtal
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Kategorien:Österreich, Grenzpanoramaweg (AUT/SLO), Steiermark, Wanderungen, WeitWanderWege