Scharnsteiner Blick und Felsenburgruine

hoch über dem Tiessenbachtal

Der Tag versprach, außerhalb der Nebelzonen – wie so oft in diesem Winter – wunderbar schön zu werden. Wir hatten allerdings die Verpflichtung, nachmittags in Wels einen Krankenhausbesuch zu machen und so sollte die Wanderung auch nicht zu weit weg und nicht zu zeitaufwändig werden. Die Ruine Scharnstein fiel mir ein, da ich, obwohl wir schon 100e Male dran vorbeigefahren sind am Weg zur Verwandtschaft in Grünau, noch nie da oben war.

SCHARNSTEIN. Viel einzupacken gab es nicht, nur warme Klamotten und schon ging es los. Die übliche Anfahrt Richtung Grünau und dann ging es kurz vor Scharnstein rechts weg Richtung Parkplatz zur Ruine Scharnstein. Wochentags sind viele Parkplätze frei, nur die Wanderer, die einen längeren Weg zurücklegen, sind schon da.

Ein kurzes Stück und schon liegt die Ruinenmauer vor uns. Diese Wehrmauer wurde bereits zur Zeit der zweiten Türkenbelagerung Wiens erbaut. Hier können wir noch wählen, ob wir die Forststraße gehen möchten oder die vielen, vielen Treppen hinauf. Wir entscheiden uns für die Treppen, weil wir auch zu der kleinen „Wagner“-Kapelle am Weg möchten. Das ist wirklich nur ein Spaziergang und dann können wir auch schon die kleine, schöne Kapelle aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigen, die sich an den Felsen schmiegt. Nun ja, besichtigen ist vielleicht übertrieben, da wir nur die Tür öffnen müssen und schon stehen wir mitten drin. Wir zünden eine kleine Kerze an, die es gegen eine Spende gibt, stecken sie vorsichtig in den Sand und dann geht es weiter.

Schritt für Schritt, Treppe für Treppe geht es hinauf zur Ruine. Die Treppen sind verschieden hoch und manchmal müssen kleingewachsene Menschen wie meinereiner ganz schön hoch steigen. Und schnaufen, ja schnaufen müssen diese Menschen vielleicht auch mehr als andere.

Aber die Anstrengung ist vergessen, sobald man oben ankommt, denn die Freude, diese Ruine zu entdecken, überwiegt. Vor allem die traumhaften Ausblicke ringsum sind jede Mühe wert. Ob hinunter nach Scharnstein oder hinüber zur Bräumauer und zum Meisenkögerl, die wir auch schon erwandert haben, sind atemberaubend.

So beschließen wir, noch ein Stück weiterzuwandern, da es hier den Scharnsteiner Blick geben soll, den selbst der gebürtige Grünauer André noch nicht kennt. Wir steigen noch ein Stück Treppen hoch, entdecken „Steinmalereien aus der Steinzeit“ (Spaß, aber der Hirsch ist sehr gelungen) und genießen am oberen Teil der Ruine noch einmal die Aussicht, bevor es in den Wald hineingeht, der durch den gefrorenen Nebel und die einfallende Sonne glitzert. Hier bitte aufgepasst, der Weg ist nicht markiert.

Die ersten Schneerosen zeigen sich vorsichtig und kurz ist mein Wanderguide der Meinung, schon am Scharnsteiner Blick angekommen zu sein, der allerdings schon zugewachsen ist. Nur ein schmaler Steig führt noch weiter hinab und darum darf ich hier warten und mein Guide beschließt ein Stück vorzugehen, um sicher zu sein, dass es der richtige Weg ist.

Dann hör ich ihn schon nach mir rufen und ich folge ihm erst das Stück runter und dann sehe ich durch die Bäume einen großen Felsklotz und darauf wartend mein Guide. Mein Herz schlägt gleich etwas schneller vor Freude (natürlich wegen des Klotzes UND des Guides 😅) und dann steh auch ich da oben. Der Blick ist wahrlich atemberaubend für einen kleinen Wanderer wie mich. Die großen bergerfahrenen Wanderer würden es wahrscheinlich als nett bezeichnen. Ich finds super, Spitzenklasse, einfach herrlich ;-).

Ein kleines, goldenes Kreuz schmückt den Gipfel und eine Kassette mit Gipfelbuch gibt es auch. Uuuund bemalte Steine finde ich auch, was natürlich eine richtige „Stoaroaserin“ entzückt. Viele Fotos später entschließen wir uns umzudrehen. Wir überlegen noch kurz, denn die Scharnsteiner Spitze würde locken, aber es hilft nichts, der Onkel im Krankenhaus freut sich auf unseren Besuch.

So gehen wir den selben Weg bis zur Ruine zurück, beschließen aber, die Forststraße runter zu wandern. Unten im Schatten ist es auch gleich um einiges kälter als oben in der Sonne. Noch ein Blick zurück, ein Danke für das Entdecken und Erleben dürfen dieses wunderschönen Plätzchens Erde und bald erreichen wir wieder den Parkplatz.

Mehr Infos

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Uli & André von
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Details

Daten zur Wanderung

  • ca. 4,1 km ➡️
  • ca. 1,9 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
  • ca. 243 hm ⬆️
  • ca. 252 hm ⬇️
  • ca. 0h 50′ reine Gehzeit 🏁

Lage/Start/Koordinaten

  • Austria, Oberösterreich, Bez. Gmunden
    4644 Scharnstein
    N47°53’36.4″ E13°57’53.1″

Parkmöglichkeiten

  • Parkplatz Ruine Scharnstein
    Tießenbach 43
    N47°53’36.4″ E13°57’53.1″

GPS-Dateien

Camping-/Stellplätze

  • Camping Schatzlmühle
    Viechtwang 1a, 4644 Scharnstein
    www.almcamp.at
    N47°54’54.7″ E13°58’19.5″
  • Almtal Camp
    Enengl 2, 4643 Pettenbach
    www.almtal-camp.at
    N47°59’29.6″ E14°01’21.8″

Besonderheiten

  • Almtal
  • Totes Gebirge

Einkehrmöglichkeiten

  • Gasthaus Wieselmühle
    Landstraße 73, 4645 Grünau im Almtal
    www.wieselmuehle.at
    N47°52’12.2″ E13°56’40.5″
  • Gasthof Holzing
    Holzing 14, 4643 Dürndorf
    www.holzing.at
    N47°55’60.0″ E14°00’09.8″

Sicherheitshinweise

  • Allgemeine Hinweise
    • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
    • witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
  • Spezielle Hinweise
    • keine besonderen Empfehlungen

Bewertung

  • Landschaft: ∗∗∗∗
  • Erlebnis: ∗∗∗
  • Technik: ∗∗
  • Kondition: ∗∗
  • Schwierigkeit: leicht

(Info’s vom 04.02.2025)

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Wanderkarte: Totes Gebirge, Almtal, Stodertal

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