CICONIA-Rundweg

Donausteig-Runde in Schlögen

Nachdem für diesen Montag nicht besonders prickelndes Wetter prognostiziert war, sitzen wir noch gemütlich beim Frühstück und überlegen, was wir denn unternehmen könnten? Eventuell ein Thermenbesuch? Da klingelt das Handy und mein lieber Bruder meint, er hätte erst eine private Erledigung nahe Wels und dann könnten wir ein Stück wandern gehen. Auch das Ziel hatte er schon im Auge – nämlich den Ciconia-Rundweg in Schlögen.

HAIBACH OB DER DONAU. Alles klar, natürlich sind wir da dabei, vor allem weil sich mittlerweile die Sonne zeigt. Mein Knie zickt zwar immer noch, aber nur beim Bergabgehen, ein Großteil der Strecke sollte somit machbar sein. Die Verpflichtung ist schnell erledigt und wir fahren bis zum Hotel Donauschlinge in Schlögen. Wir parken am dortigen Parkplatz, entrichten unseren Obolus in Höhe von 5,- Euro für den ganzen Tag und wandern los.

Und gleich geht es flott bergauf, der Ciconia-Weg ist gut markiert und gute 200 hm spulen wir gleich mal ab. Nicht nur die Frisur, auch das Knie hält und mit etwas Schnaufen erreichen wir den wirklich schönen Aussichtspunkt oberhalb der Schlinge. Herrlich ist der Blick über die Donau bei Sonnenschein. Wir genießen die kurze Rast und dann geht es auch schon weiter bis zum Roten Kreuz, dessen Tafel uns ermahnt, nicht zu eilen, sondern zu genießen, was uns an diesem Tag geschenkt wird.

So wandern wir plaudernd im Sonnenschein dahin, denn da heroben ist es fast eben, und genießen diesen frühlingshaften Tag. Wir erreichen den felsigen Höhenweg und da beginnt dann der herrlichste Teil der Wanderung: der Höhenweg auf dem Steiner Felsen, von wo man so schöne Ausblicke hinunter zur Donau und weit ins Land hat. Natürlich auch deshalb, weil die Bäume noch nicht belaubt sind, die Sonne durchlassen und weite Blicke erlauben.

Zuerst erreichen wir den Kleinen Steiner Felsen mit den übereinander liegenden großen bemoosten Felsklötzen. Wir kraxeln ein Stück hinaus, Andre natürlich ein Stück weiter und kann hier DAS Foto des heutigen Tage knipsen. Dann geht es weiter und wir passieren einige Bienenstöcke, wo mit Schildern am Weg schon vor den Bienen gewarnt wird. Nicht umsonst, diese sind zumindest an diesem Tag etwas nervös und verfolgen Andre. Gegen uns andere haben sie nichts und so erreichen wir den Großen Steiner Felsen mit dem Gipfelkreuz und den Rastbänken. Auch hier hat man einen Top-Blick über die Donau.

Einige Fotos später wandern wir einen weichen Waldboden mit herrlichen Aussichtsplätzen, Ruhebänken und Info-Tafeln weiter. Von der Donau zieht ein warmer Wind über die steilen Felsen herauf zu uns und wir genießen diesen so frühlingshaften warmen Tag, an dem außer uns hier niemand unterwegs ist. Noch einmal eine kurze Rast bei einem Aussichtsbankerl mit dem netten und sehr passenden Hinweis, dass „wennst weche Haxn hast und net weitergehen kannst, dich hier hinsetzen sollst, weils da ah sehr schön ist“. Nun ja, guter Tipp, spielt es aber nicht, denn wir haben noch ein gutes Stück vor uns und haben da oben genug rumgetrödelt. Ehrlich gesagt, hätte ich den ganzen Tag da oben verweilen können – nur in der Sonne über den Felsen sitzen und die Seele baumeln lassen.

Für uns geht es nun aber bergab durch ein Waldstück und hinunter zur Donau, wo wir zuerst der Schotterstraße direkt an der Donau, vorbei an einigen Fischern, und dann der schmalen Straße zurück nach Schlögen folgen. Hier ist es schon so warm, dass mancheiner, nämlich meinereiner, nur mehr kurzärmelig das letzte Stück in Angriff nimmt. Wenn das Gasthaus in Inzell offen gehabt hätte, wären wir dort gerne eingekehrt und hätten wohl auch die denkmalgeschützte Kirche und die Ausgrabungen angesehen. Aber so haben uns der Hunger und der Durst fest im Griff und wir gehen flotten Schrittes zurück.

Auf Höhe der Radfähre Au über die Donau werden wir allerdings eingebremst. Es stinkt erbärmlich nach Benzin bzw. Öl und wir halten Nachschau. Wir entdecken einen breiten Ölfilm der langsam weiterschwimmt. Wir gehen noch ein Stück weiter und stellen fest, dass dies kein kleiner Ölaustritt sein kann, sondern sich lange dahinzieht und rufen daher den Polizei-Notruf 133. Kurz danach werden wir von der Feuerwehr Haibach zurückgerufen, die sich vergewissern, wo in etwa wir das Öl entdeckt haben und werden informiert, dass jemand zur Nachschau kommt. Tatsächlich erreichen wir den Parkplatz beim Hotel, als ein Polizeiauto vorbeifährt und kurze Zeit später kommen uns auch schon ein Feuerwehrauto und ein Kommandofahrzeug mit Blaulicht entgegen. Aus den Nachrichten erfahren wir, dass schlussendlich 6 Feuerwehren anrücken mussten und mit Öl-Aufsaug-Vlies der Ölfilm aufgefangen werden konnte.

Andre und ich sprechen dann zuhause noch über dieses Erlebnis. Wir sind uns nicht sicher, ob wir auch angerufen hätten, wenn wir nur zu zweit gewesen wären. Vielleicht? Vielleicht auch nicht? Wären wir uns sicher gewesen, dass so etwas zu melden ist? Dass es richtig ist, hier anzurufen? Zu viert allerdings und mit einem erfahrenen, pensionierten Polizisten in der Runde, waren wir uns alle sicher, dass das gemeldet werden muss. Und so hier unser Appell, den wir uns selbst hinter die Ohren schreiben: Hinschauen und nicht wegschauen, für etwas einstehen, sollte es vielleicht dann doch nicht so dramatisch sein, wie man annimmt.

Mehr Infos

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Details

Daten zur Wanderung

  • ca. 12,1 km ➡️
  • ca. 3,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
  • ca. 387 hm ⬆️
  • ca. 381 hm ⬇️
  • ca. 2h 43′ reine Gehzeit 🏁

Lage/Start/Koordinaten

  • Österreich, Oberösterreich, Bez.Eferding
    4083 Haibach ob der Donau
    N48°25’28.1″ E13°52’17.8″

Parkmöglichkeiten

  • nahe dem Riverresort Donauschlinge
    N48°25’24.8″ E13°52’14.9″
    N48°25’19.1″ E13°52’18.2″

GPS-Dateien

Tipps/Empfehlungen

  • Diese Tour im Frühling zeigt euch beeindruckend blühende Bäume.
  • In der warmen Jahreszeit sollte man sich Zeit nehmen und eventuell ein kleines Picknick mitnehmen.

Camping-/Stellplätze

Besonderheiten

  • Passau
  • Engelhartszell (Samt Stift Engelszell)

Einkehrmöglichkeiten

  • Gasthaus AB
    Adresse
    Homepage
    N27°55’42.7″ E15°40’00.2″
  • Gasthaus XY
    Adresse
    Homepage
    N27°55’42.7″ E15°40’00.2

Sicherheitshinweise

  • Allgemeine Hinweise
    • Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
    • witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
  • Spezielle Hinweise
    • keine besonderen Empfehlungen

Bewertung

  • Landschaft: ∗∗∗∗∗
  • Erlebnis: ∗∗∗∗∗
  • Technik: ∗∗∗∗∗
  • Kondition: ∗∗∗∗∗
  • Schwierigkeit: leicht/mittel/schwer

(Info’s vom 24.02.2025)

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Wanderkarte: Linz und Umgebung, Mühlviertel, Wels, Steyr

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