Rundweg auf Lipnos Hausberg Luč (Kienberg)

Neue Woche – neue Wanderung der Wandervögel: Dieses Mal sollte es bei prognostiziertem schönen Wetter nach Tschechien zum Moldaustausee gehen. Also die wichtigsten Daten in die Gruppe gestellt und so einige Teilnehmer zum Mitwandern animiert.

LOUCOVICE. Zeitig nach dem Frühstück geht es zu viert los und wir erreichen ziemlich genau nach einer Stunde den kostenlosen Parkplatz am Staudamm des Moldaustausees, wo wir noch auf ein weiteres Wandervögel-Pärchen treffen.
Der Autoanzeige zeigt 9° minus und so packen wir uns warm ein, schultern die Rücksäcke, schnappen unsere Wanderstöcke und los gehts.

Erst ein kurzes Stück die Straße 163 Richtung Loucovice zurück bis zur nächsten Bushaltestelle, wo wir links abbiegen und die Moldau über eine Brücke queren. Vor den Gleisen der Lokalbahn Rybník–Lipno wenden wir uns rechts und folgen der leicht vereisten schmalen Straße bergab. Hier legen die ersten von uns schon mal die Grödel an.

Wir folgen nun der Moldau flussabwärts, vorbei an einigen Häusern, Hütten, alten Fabriken und Firmen, bis wir in Loucovice die von außen eher baufällig wirkende St. Prokop-Kapelle erreichen. Leider ist der EIngang versperrt und so queren wir die Bahngleise, folgen der Straße aufwärts und erreichen die ersten Häuser des Ortes.

Die Bauten hier scheinen noch aus der Zeit des kalten Krieges zu stammen, vernachlässigt und baufällig, aber immer noch bewohnt. Besonders auffällig sind die kleinen Mehrfach-Garagen mit den bunten Farbtoren. Den Balkonen würden wir auch nicht mehr unser Leben anvertrauen.

Am Weg folgen wir der „weiß-blau-weißen“ Markierung, biegen zweimal links ab und erreichen am oberen Ende von Loucovice den alten, verfallenen und den neuen Hochwasserbehälter. Nun beginnt der eigentliche Wanderweg, der aus unserer Sicht neu ist und sehr gut markiert wurde.

Step by step bringt uns der Wanderweg hoch zwischen unzähligen Felsformationen, die wie die Bausteine von Riesen wirken, viele durch den Wind gefällte Bäume und einige vereiste Bacherl, die den Aufstiegsweg queren.
Etwa 200 hm später steht plötzlich, eher unerwartet, eine Gesteinsformation vor uns, die mit Leitern und einem Seil für den Aufstieg gesichert wurde.

Natürlich lockt die Aussicht oben und so lassen es sich die meisten von uns nicht nehmen, und versuchen, obwohl verschneit und etwas angeeist, den obersten Punkt zu erklimmen. Nun ja, Anita hat Sorgen, was ihren zur Zeit etwas lädierten Rücken betrifft und lässt es gleich sein. Sehr „g’scheit“. Uli wagt sich bis zur Mitte und als die andere Ulli, die es ganz bis nach oben geschafft hat, meint, sie würd da keinen Schritt weiter mehr gehen, geht es wieder ganz vorsichtig und mit Hilfe der mutigen und etwas trittsicheren Männer, die sich erst oben umsehen, wieder abwärts.

Die Aussicht von hier oben auf den zugefrorenen Moldaustausee ist, obwohl das Wetter nicht so schön wie prognostiziert, schon sehr beeindruckend. Vermutlich würde der Fernblick bei sonnigem Wetter noch eindrucksvoller sein.
Auf jeden Fall war das ein ziemliches Spektakel und um die angespannten Nerven etwas aufzulockern, gibt es hier die erste Pause.

Weiter geht es nun wieder zwischen den Felsblöcken und umgestürzten Bäumen vom letzten Windbruch in sanften Wellen dem Gipfel entgegen, den wir kurze Zeit später erreichen.
Hier ist, auch wieder auf einer Anhäufung großer Felsbrocken, ein schönes schmiedeeisernes Gipfelkreuz sowie ein kleines Holzkreuz montiert.

Der bewölkte, grauweiße Himmel, der Schnee und die Bäume ergeben leider sehr kontrastarme Bilder und so versuchen wir, von allen möglichen Positionen aus ein vernünftiges Foto zu schießen. Doch seht selbst, Fotos gibt es ja genug.
Unser obligatorisches Gipfelschnapserl, einige Snacks und den warme Tee genießen wir bei netten Gesprächen und lustigen Anektoten, bevor es für uns nun weiter geht.

Laut Höhenprofil sollte es nun für uns großteils bergab gehen, was nun auch andere dazu bewegt, die Grödel anzulegen. Der Weg wendet sich nun gegen Nord-West und so kommen wir immer wieder an tollen Felsformationen, z.B. einem steinernen Bankerl, vorbei.

Obwohl es durch den lichten Wald geht, ist der Wanderweg verschneit und etwas rutschig, sodass sich das Anlegen der Grödel sicher lohnt.

Wir wechseln vom Waldweg hinaus auf eine Forststraße, um sogleich linksseitig wieder über einen Feldweg zum nächsten Waldrand zu gelangen. Leicht bergauf bringt uns nun die „weiß-blau-weiße“ Markierung zu einer Wanderweg-Gabelung mit einigen Taferl zu anderen Zielen.

Wir wenden uns links, folgen nun wieder einer Forststraße und erreichen etwa zwei Kilometer nach der Gipfelrast ein Wildgehege mit einer größeren Herde Mufflons.

Keine 400m später gelangen wir zu einer Siedlung oberhalb von Lipno nad Vltavou mit einer schönen Holzkapelle samt großzügiger Glasfront. Im Inneren lachen uns eine Vielzahl von herzigen Engerln, manche ernst, andere eher lustig, an.
Wir beschließen, hier unser obligatorisches Gruppenselfie zu machen.

Die verschneite und vereiste Asphaltstraße ist nun unser weiterer Wegbegleiter und bringt uns direkt in den Ort LIpno.
Laut Google (tja, auf das kann man sich auch nicht mehr verlassen) sollte es hier in einem größeren Hotel ein Restaurant geben, in welchem eigentlich unsere Einkehr geplant war.
Leider öffnet das Lokal erst um 17:00 Uhr, also etwa in 2 Stunden. Wir beschließen, die Runde zum Parkplatz fertig zu wandern und uns eine andere Gaststätte zu suchen.

Wir stapfen die verschneite Straße entlang, kommen auf einem Weg samt etwas baufälliger Stiege direkt hinunter zur Verbindugsstraße 163, queren diese und erreichen direkt die Aussichtsplattform am Moldaustausee, der komplett zugefroren ist – zumindest augenscheinlich, das wollten wir nun nicht mehr testen.
Einige Fotos später nehmen wir den Radweg entlang des Stausees Richtung Staumauer.

Wir überqueren den Staumauerbereich und erreichen so wieder unseren Parkplatz.
Nach kurzer Überlegung fahren wir ein kurzes Stück mit dem Auto Richtung Vyšší Brod (Hohenfurt) und lassen im Restaurant Inge den gemeinsamen Wandertag bei einem guten Bier und hervorragendem Essen ausklingen.


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es grüßen euch
Uli & André von
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Details

Lage/Start/Koordinaten

  • Tschechien, Krumau, Moldaustausee
    382 78 Lipno nat Vltavou
    N48°37’51.9″ E14°14’12.5″

Parkmöglichkeit

  • Parkplatz direkt bei der Staumauer
    N48°37’51.9″ E14°14’12.5″

Campingplätze

  • Camping Lipno Modřín
    163 934, 382 78 Lipno nad Vltavou, Tschechien
    www.campinglipno.cz
    N48°38’20.2″ E14°12’34.3″

Einkehrmöglichkeiten

Bewertung

  • Landschaft: ∗∗∗∗
  • Erlebnis: ∗∗∗
  • Technik: ∗
  • Kondition: ∗∗
  • Schwierigkeit: leicht

(Info’s vom 14.01.2025)

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