Letzte Radclub-Wanderung der Wintersaison 2023/24
Tage vorher war uns der Wettergott nicht gerade wohlgesonnen, da die Wettervorhersage für den geplanten Samstag immer wieder Regen im Gepäck hatte. Erst am Donnerstag besserte sich die Vorhersage und ließ uns auf ein Sonnenfenster bis 14:00 Uhr hoffen, bevor es wieder ordentlich zu regnen und zu stürmen beginnen sollte.
So treffen wir uns, zehn „hartgesottene“ Wanderer, wie üblich um 09:00 Uhr bei unserem Clublokal, dem Gasthof zur Post. Aufgeteilt auf drei Fahrzeuge starten wir Richtung Grein.


BAD KREUZEN. Die Fahrt geht bis Asten auf der A1, weiter über die B1 nach Ennsdorf, um anschließend bei Mauthausen die Donau zu überqueren. Die B3 bringt uns dann gemütlich nach Grein, wo wir links nach Bad Kreuzen abbiegen und nach etwa 45 min. Autofahrt den Parkplatz in Neuaigen, dem Eingang zur Wolfsschlucht erreichen.
Keine 15 min. später startet die Gruppe bei traumhaft sonnigem Wetter gleich durch die Wolfsschlucht mit den verschiedenen Stationen, wie die „Neptunsgrotte“, die „Herrendusche”, der „Bärensprung“, die „Anton Bruckner-Zuflucht“ oder die „Wiener-Wellen-Bäder”.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Kämpbach gemäß den Lehren des Naturheilers Vincenz Prießnitz genutzt. In der Wolfsschlucht funktionierte man Wasserfälle zu Duschen und natürliche Wasserbecken zu Wellenbädern um und so wurde die Schlucht als Badeeinrichtungen der ehemaligen Kaltwasseranstalt Bad Kreuzen genutzt.





Seit 1997 führt ein etwa 4,8 Kilometer langer origineller Natur- und Kulturlehrpfad durch die Schlucht und zieht das ganze Jahr viele Wanderer in seinen Bann.
Bei Kilomter 1,3, bei der Statue von Sebastian Kneipp, verlassen wir kurz die Schlucht und wenden uns der Burg Kreuzen zu.
Laut Wikipedia soll die Burg bereits um 900 bestanden und als Fluchtburg gedient haben. Urkundlich wurde 1125 ein Pilgrim von Creutzen als erster Besitzer erwähnt. Durch mehrmaligen Besitzerwechsel kam zuletzt im Jahre 1823 die Burg an die Familie von Sachsen-Coburg und Gotha.
Leider vernichtete 1880 ein Feuer weite Teile der Burg und machte sie zur Ruine. Schlussendlich verkaufte im Jahre 1965 die Familie Sachsen-Coburg und Gotha die Ruine an den Landwirt Ferdinand Riegler, der zu diesem Zeitpunkt auch Bürgermeister der Gemeinde Bad Kreuzen war.
1974 ging der Besitz an den Fremdenverkehrsverband Bad Kreuzen über, der 1983 die Anlage sanieren und teilweise wiedererrichten ließ. Seit 1983 dient die Burg als Jugendherberge sowie als Kulturzentrum, welche 2012 zur nunmehrigen „Schatz.Kammer Burg Kreuzen“ ausgebaut wurde.




Wir nehmen die ehemalige Zugbrücke, erkunden den Burghof und besichtigen den Aussichtsturm, für den zwecks Erhaltungskosten pro Person € 1,50 kassiert werden. Der Ausblick von oben ist genial und lässt uns heute bei super Fernsicht die Berge der Alpen erkennen und weit ins Mühlviertel sehen. Einige Aufnahmen später sind wir wieder im Burghof und wenden uns nun nordwestlich, dem Ort Bad Kreuzen zu.



Kurz vor Ortsbeginn nehmen wir in einem spitzen Winkel den Güterweg Schönfichten, folgen der Asphaltstraße für ca. 500 m und biegen wieder rechts auf eine Forststraße ein. Diese folgt dem Kreuznerbach, vorbei an der sagenumwobenen „Steinernen Wanne“ und treffen kurze Zeit später wieder an ein Badebecken, welches wir zuvor verlassen haben.
Hier verlassen wir die Wolfsschlucht, nehmen den linken Fahrweg durch den Mischwald und folgen einem der Zubringerbäche.



Der plötzlich auftretende Wind und die aufziehende Bewölkung lässt uns schlagartig an die Wettervorhersage denken. Wir beschleunigen unser Tempo und erreichen eine Anhöhe, treffen auf den Großsteinerhof, wenden uns nun links in südlicher Richtung dem Frauenstein zu, den wir kurze Zeit später erreichen.




Der Frauenstein ist ein mächtiger Felsblock, auf dessen Oberseite zwei Mulden zu sehen sind. Die beiden Vertiefungen sind so angeordnet, dass die obere wie ein Sitz und die untere wie eine kleine Wanne aussieht. Diese ist ständig mit Wasser gefüllt und trocknet auch bei größeren Hitzeperioden nicht aus. Im Volksmund wird erzählt, dass sich hier die Mutter Gottes ihre Füße gewaschen hat und seit dieser Zeit der Stein immer Wasser enthält. Wird jedoch das Wasser ausgeschöpft, soll es binnen 3 Tagen regnen.
Ab hier führt der Waldweg südlich runter zur Zufahrt vom Gaisbergerhof und wir gehen etwa 200 m am Hof vorbei. Nun fällt der Weg steil zum Teufelsbach ab, dem wir einige Zeit folgen. An der westlichen Seite des Baches führt der Frauensteinweg durch den Wald zur Weichselbaumer Kapelle und wir erreichen kurze Zeit danach den Ausflugsgasthof „Speck-Alm“.




Wir stöbern ein wenig in der „Ladestation“, halten uns aber jedoch aufgrund des nun aufziehenden Unwetters nicht lange auf und machen uns rasch wieder auf den Weg.
Von der Speck-Alm zweigen wir rechts ab, kurz vor einem Bauernhof nehmen wir links den Forstweg hinunter zum Wald, schlängeln uns Richtung Neuaigen, nehmen nochmals einen kurzen Anstieg und gelangen, rechtzeitig bevor es zu regnen beginnt, zu unserem Ausgangspunkt am Parkplatz beim Eingang der Wolfsschlucht zurück.

Da während der Runde keine Einkehrmöglichkeit bestand, wurde in unsere Planung eine nahe Gaststätte, das Gasthaus „Zur Donaubrücke“ bei Grein gewählt.
Während es nun ordentlich zu flesseln beginnt, lassen wir bei herrlichem Essen und guten Wein den Tag Revue passieren, bevor wir wieder Richtung Heimat losstarten.
Mehr Infos
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Details
Plan der Wanderung

Daten zur Wanderung
- ca. 9,6 km ➡️
- ca. 3,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit ⏱
- ca. 423 hm ⬆️
- ca. 427 hm ⬇️
- ca. 3h 03′ reine Gehzeit 🏁
Lage/Start/Koordinaten
- Österreich, OÖ, Bez.Perg
4362 Bad Kreuzen
N48°15’15.0″ E14°49’29.6″
Parkmöglichkeiten
- Parkplatz Eingang Wolfsschlucht
N48°15’15.0″ E14°49’29.6″
Alternative Routen
- keine Alternatven
GPS-Dateien
- GPX_-_Tour (für GPS-fähige Geräte)
- KLM_-_Tour (für Google Earth)
Tipps/Empfehlungen
- keine besondere Empfehlung
Abwandlungen
- als Mountainbike-Tour
Schwierigkeit 3/5
In entgegengesetzter Richtung und ohne den Umweg zum Spitzmäuerl kann man, als guter Mountainbiker, in leicht abgewandelter Form, eine nette Bike-Tour erleben.
Zu beachten ist jedoch, dass die Weidegatter für Wanderer konzipiert und daher sehr eng sind und das Bike über den Zaun gehoben werden muss.
Camping-/Stellplätze
- Donaucamping-Grein
Campingpl. 1, 4360 Grein
www.donaucamping-grein.at
N48°13’30.5″ E14°51’11.9″
Besonderheiten
- Burg Bad Kreuzen
- Greinburg
Einkehrmöglichkeiten
- Gasthaus zur Donaubrücke / Froschauer
Tiefenbach 1, 3321 Ardagger Markt
www.gasthof-froschauer.at
N48°12’37.5″ E14°51’30.2″ - verschiedene Gaststätten in Grein
Sicherheitshinweise
- Allgemeine Hinweise
- Trittsicherheit und Schwindelfreiheit
- witterungs- und tourenabhängige Ausrüstung
- Spezielle Hinweise
- keine besonderen Empfehlungen
Bewertung
- Landschaft: ∗∗∗∗
- Erlebnis: ∗∗∗
- Technik: ∗
- Kondition: ∗∗
- Schwierigkeit: leicht
(Info’s vom 23.03.2024)
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Wanderkarte: Linz und Umgebung, Mühlviertel, Wels, Steyr
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Kategorien:Österreich, Oberösterreich, Wanderungen