Sonnkogelrunde bei Losenstein, AUT (1177 m)

Nachdem unser Hr. Hofrat in der Werkstatt sein Dasein fristet, weil Andreas noch dies und jenes verbesserungs- und erneuerungstechnisch rumbastelt, weilt natürlich auch der Bastler himself in der Werkstatt. Darum war es auch ganz gut, dass Anfang der Woche meine Freundin Anita mich mit den Worten „Uliiiiiiii, gemma am Freitag wandern?“ daran erinnerte, dass in den Bergen das Wetter grad wunderbar sein soll.

LOSENSTEIN. Wir fuhren nach Losenstein, genauer zum bezahlbaren Wanderparkplatz B unterhalb der Anton Schosser Hütte auf der Hohen Dirn, überlegten kurz bezüglich Schneeschuhen, die wir allerdings aufgrund der geringen Schneelage im Auto ließen. Nur die Grödel nahmen wir mit.

Kapelle

Nachdem der Einstieg unserer geplanten Wanderung unterhalb des Parkplatzes lag, wanderten wir erst einmal im strahlenden Sonnenschein bergab, querfeldein auf dem bereits ausgetretenen Weg, hinunter zur Kapelle neben einem Bauernhof, wo zwar ein Parkplatz am Plan eingezeichnet war, aber den es anscheinend nicht mehr gibt und einfach so auf fremden Grund parken, wollten wir auch nicht. 

Schosserhütte über Sonnkogel

Hier beginnt unser Weg, der hier als „Schosserhütte über Sonnkogel“ markiert ist. Gemütlich stapfen wir dahin, erst einen breiteren Weg, der dann immer schmäler wird. Anita und ich sind froh über unsere Stöcke, die uns doch etwas mehr Halt geben. Stetig geht es bergauf – klar, wo wir doch vorher so flockig leicht über die Wiese abwärts marschiert sind – und ich stelle fest: „Ich bin viel zu warm angezogen“ – also raus aus der oberen Schicht. Nicht einmal Stirnband oder Handschuhe brauchen wir, unserer inneres Wärmekraftwerk funktioniert vorzüglich.

Aufstieg zum Sonnkogel

Der Weg durch den Wald ist zauberhaft, weil die Sonne durch die blattlosen Bäume glitzert und wir bemerken bald, dass unsere Aussicht immer schöner wird. Etwas aufpassen müssen wir schon, speziell, weil der Weg in der Hanglage schmal ist und es links dann doch ganz hurtig runtergeht, sollte jemand ausrutschen. Aber da unser Wanderguide Andreas uns netterweise darauf aufmerksam macht, ziehen wir vorsichtig weiter. 

Wir queren eine Froststraße und der Gegensatz vom blitzblauen Himmel zum glitzernden weißen Schnee lässt uns die Anstrengung schnell vergessen … für kurze Zeit, denn gleich schwitzen und schnaufen wir wieder im Gleichklang weiter. Manche mehr und manche weniger – einer gar nicht. 😉

Der Wind fegt unsere letzten Haare vom Kopf

Je näher wir dem Gipfel des Sonnkogel kommen, umso bemerkenswerter wird der Ausblick und … der Wind bläst uns um die Ohren, dass wir gar nicht schnell genug unsere Jacken, Handschuhe und Hauben aus den Rucksäcken holen können. Ein kurzer Halt beim wirklich kleinen süßen Gipfelkreuz, einige Fotos und schon geht’s weiter, bevor uns der Eisbär einholt.

Gipfel des Sonnkogel

Ab dem Gipfelkreuz führt der Weg über eine Art Grat Richtung Schosserhütte, nicht schmal und einfach zu gehen, aber die Fernsicht links und gleichzeitig rechts lässt uns manches Mal innehalten und den Blick schweifen. Herrlich, unser Landl – sollen doch manche schimpfen und toben – wir wissen zu schätzen, was wir haben. 

Stärkung auf der Anton-Schosser-Hütte

Dann noch ein kurzer Anstieg und wir sehen die Anton Schosser Hütte vor uns. Gerade noch schaffen wir (ich) es auf die Sunnbänk, wo wir uns erst einmal setzen und verschnaufen. Andreas, unser Wanderguide und Lebensretter, holt uns drei kleine Radler, die wir genießen, als hätten wir gerade die Wüste durchquert.

Wir beschließen aber trotzdem, nach drinnen zu gehen und in der warmen Gaststube (für Insider 😉 2G) Kasnocken und eine Kaspressknödelsuppe zu uns zu nehmen und unsere Kraftreserven für den Abstieg zu stärken. Übrigens serviert der Wirt auch draußen – ließe sich in der Sonne ganz gut aushalten, wenn man nicht so verschwitzt wie wir wäre.

Anton-Schosser-Hütter

Danach packen wir uns wieder ein und marschieren den Weg hinab Richtung Parkplatz. Ein paar Abschneider, vorbei an Mamas und Papas, die mit ihren Kleinen hier noch rodeln können (nicht mehr lange, sollte es nicht bald wieder schneien).

Star Park Hohe Dirn

Wir kommen am europaweit bekannten „Star Park Hohe Dirn“ vorbei.
Dieser Verein kümmert sich um die Beobachtung von Sternen und ebenfalls um das Thema Lichtverschmutzung.

Dieses international anerkannte Verein steht in Zusammenarbeit mit dem Kepler Remote Observatory.

Ein weiterer interessanter Erfolg ist die geplante Errichtung eines „Dark Sky Parks“.
Wer sich dafür interessieren sollte, erfährt sicher mehr auf der Homepage.

Sky Park Hohe Dirn

Ziemlich kurzweilig geht es weiter und schon haben wir unseren Ausgangspunkt, den Parkplatz B, erreicht. Dieser kostet für 5 Stunden 3 Euro, also allemal wert.

Alternative zu dieser Tour

Die Anton Schosser Hütte ist für nicht so fitte Wanderer auch auf ganz normalem Weg zu erreichen und ausbaufähig mit einer Wanderung zum Gipfelkreuz der Hohen Dirn.
Diese Wanderung zur Schosser Hütte kann ich auch mit wandererprobten Kindern empfehlen. Grödel von Vorteil.

Unsere Wanderung ist bei diesem doch sehr rutschigen Weg nichts für Kinder, vielleicht dann im Frühjahr/Sommer wieder.

Mehr Details

Infos und die GPX-Datei nach der Bildergalerie.

genießt das leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

🙏 wer mehr über unsere Unternehmungen wissen will, folgt uns auf 🙏
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Details

Daten zur Wanderung

ca. 8,2 km
ca. 3,7 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit
ca. 478 hm ⬆️
ca. 478 hm ⬇️
ca. 2h 13′ reine Gehzeit

Lage/Start/Koordinaten:

Österreich, Oberösterreich, Steyr-Land
Gemeinde 4460 Losenstein
N47°54’22.5″ E14°24’58.0″

GPX-Datei:

GPX_-_Sonnkogelrunde_-_die2Nomaden

Campingplätze:

Aschatal Campingplatz Großraming
Aschasiedlung
4463 Großraming
https://www.grossraming.at/Campingplatz_Grossraming_12
N47°53’16.2″ E14°32’32.3″

Besonderheiten:

Hohe Dirn
Nixloch (Höhle)

Einkehrmöglichkeiten:

Anton-Schosser-Hütter
Hohe-Dirn-Straße 44
4462 Reichraming
https://www.schosserhuette.at/

verschiedene Gasthäuser in Losenstein

Bewertung:

Landschaft: ∗∗∗∗
Erlebnis: ∗∗∗
Technik: ∗
Kondition: ∗∗∗
Schwierigkeit: leicht

(Info’s vom 13.01.2022)

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Wanderkarte: Nationalpark Kalkalpen, Ennstal, Steyrtal, Pyhrn-Priel-Region

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