Venedig – eine Stadt zum Verlieben

Seit einigen Jahren nehmen wir uns vor, diese schöne Stadt zu besuchen. Wir haben schon viel gehört und wollten uns selber mal ein Bild machen.
Gleich vorweg unser Fazit, wie schon im Titel erwähnt … eine Stadt zum Verlieben.

VENEDIG. Spaziergänge in Venedig haben den einen Nachteil, dass man zwanghaft immer weiter geht.
(Daphne du Maurier)

Daphne du Maurier gehört zu meinen Lieblingsschriftstellern. Ich habe zwar nur Rebecca von ihr gelesen, das sicher schon zehnmal, aber das erste Mal als jugendliche Erwachsene und es hat mich so mitgerissen, begeistert und beeindruckt – genauso wie jetzt auch Venedig – LA SERENISSIMA!

Mit Hrn. Hofrat nach Italien

Wir reisen mit unserem Hrn. Hofrat schon ein paar Jahre umher und haben auch schon des Öfteren davon gesprochen, Venedig zu besuchen. Es war aber für uns beide nicht dringlich und hat auch nicht wirklich gepasst.

Dann hat es geheißen, dass uns wieder ein Lockdown ins Haus steht – auch für Geimpfte. Und da Italien zu diesem Zeitpunkt im November nur weiße Zonen aufwies, haben wir uns dazu entschlossen, Venedig zu besuchen – abseits der Heerscharen von Touristen.

Wir hatten von einem Campingplatz erfahren, der geöffnet war und von dem aus Venedig mit einer kleinen Passagierfähre ganz einfach zu erreichen sei.

Camp Fusina – der perfekte Startpunkt

Dieser Campingplatz Fusina stellte sich als Glücksgriff heraus. Nicht nur, dass wir von unserem Stellplatz direkt nach Venedig hinübersahen, genossen wir die unglaubliche Sicht auf – direkt vor Herrn Hofrats Nase – vorbeiziehende riesige Schiffe, da die Werft gleich nebenan liegt. Gut, abends war es nicht ganz so still, wie gewohnt auf einem Campingplatz, aber für ein paar Tage erträglich und alle anderen Vorteile machten diesen Nachteil wett.

Wir parkten, kauften Tickets für die Fähre und fuhren gleich hinüber nach Venedig. Auf der Fähre war die Maske zu tragen – für uns kein Thema und wir sollten auch die nächsten Tage feststellen, dass in Italien Covid-Bestimmungen als lästige Begleiterscheinung von den Italienern hingenommen, respektiert und nicht hinterfragt werden. Auf den Booten, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, oder um ein Lokal zu besuchen, braucht man die Maske und den Green Pass. Das wird strikt kontrolliert, teilweise sogar auch zusätzlich Temperatur gemessen.

Aber zurück zu La Serenissima: Die Fähre legt mitten in Venedig, in Zattere an, man steigt aus und taucht in das nächste Gässchen ein und – ist verzaubert, verliebt und gefangen von seinem unglaublichen Charme.

Fast planlos durch Venedig

Wir haben vom Campingplatz einen kleinen Plan mit möglichen Routen erhalten und mit Hilfe dieses Planes schlendern wir los. Die Gässchen, die Palazzos, die wunderschönen Kirchen und die so lieblichen Brücken über die Kanäle begeistern uns und wir haben Angst, unseren Zeitplan nicht einhalten zu können, da wir – ja, ich geb‘s zu: ich – fotografieren, was das Zeug hält. Andreas ist zudem damit beschäftigt, uns zu navigieren, was anfänglich gar nicht so einfach ist. Aber wir erreichen dann doch das Ziel unseres heutigen Tages – die Rialtobrücke bei Sonnenuntergang. Herz, was willst du mehr?

Die Sonne verschwindet langsam und macht der „blauen Stunde“ Platz. Die wunderschönen Laternen gehen an und die Gondeln wiegen sich sacht im Canale Grande.
Wir erreichen zu guter Letzt die Anlagestelle der Fähre, haben noch Zeit für einen Aperol-Spritz, ein kleines Bier und wie in Italien so üblich, einen kleinen Snack, wie Oliven, Chips oder ähnliches Knabberzeug. So sitzen wir zufrieden vor dem Canale della Giudecca, scherzen mit dem freundlichen Kellner, bestellen noch einen Aperol-Spritz und ein kleines Bier und sind glücklich.

Die Ozeanriesen vor der Tür

Der nächste Morgen beginnt ebenso strahlend schön, wie der letzte Abend zu Ende ging und wir sitzen noch beim Frühstück – die erste Fähre will ergattert werden – da hören wir schon das Dröhnen der Motoren des ersten Frachters, der vor uns vorbeizieht. Natürlich auch das schnell fotographisch festgehalten und dann müssen wir uns auch schon sputen, um die Fähre zu bekommen.

Unsere heutige Route soll uns bis zum Markusplatz führen, nicht ohne vorher alle Gässchen zu durchwandern, um schließlich das Vaporetto nach Cannaregio, das uns mein Sohn Hannes empfohlen hat, zu nehmen. Wir kaufen ein Tagesticket – völlig umsonst! Hier kommt der kluge Spruch von Daphne du Maurier zum Tragen. Wir gehen das Gässchen und über diese Brücke und dann gehen wir einfach mal in jenes Gässchen, bis wir plötzlich wieder anstehen am Kanal. Umdrehen und in das andere Gässchen und hier wieder in jenes Gässchen und über diese kleine Brücke, die so schön aussieht – und sind am Ziel, ganz ohne Vaporetto. Nun ja, das war unsere Spende an die Stadt Venedig.

Aber erstmal zum Markusplatz, vorbei an Luxusshops, wo wir die Auslagen nur spaßeshalber begutachten – unleistbar das Zeugs. Crocs auf Absätzen über 500 Euro. Alles muss man bei Gott nicht haben …

Markusplatz, -dom, Dogenpalast und Campanile

Und dann ist er da, der Markusplatz. Liegt vor uns fast menschenleer. Wir können unser Glück kaum fassen. Drehen uns im Kreis, saugen die Umgebung in uns auf und beschließen dann, die Aussicht vom Campanile zu bestaunen. Wie gesagt, Green Pass, Temperatur messen und dann geht’s rauf. Da wir Glückskinder sind und über uns nur blitzblauer Himmel, genießen wir die traumhafte Aussicht aus allen Himmelsrichtungen und besuchen dann die Basilika gleich gegenüber. Die Eintrittspreise sind nicht dramatisch, auch hier Green Pass und das übliche Messen der Temperatur.

Vorbei am Dogenpalast spazieren wir weiter und erreichen die Seufzerbrücke. Ein paar Mal tief geseufzt und wir entern das Vaporetto nach Cannaregio. Auf diesem spielt es sich morgens ganz schön ab und wir sind froh über die Maskenpflicht, auch wenn manch Tourist meint, für ihn gelte das nicht – ihm wird schnell vom Capitano klar gemacht, dass er die Maske über die Nase zu ziehen hat.

Vaparettos – die Buslinien am Wasser

Der Vorteil einer Fahrt mit dem Vaporetto – man hat super tolle Aussichten, die man sonst nicht hätte und schon bald erreichen wir Cannaregio.

Cannaregio, ein etwas jugendlicher Teil von Venedig, genauso am Kanal, genauso alte Häuser, Palazzzos und Brücken, aber etwas weiter, bunter und fröhlicher – einfach etwas anders. Das ist zumindest unser Eindruck. Wieder brauchen wir kein Vaporetto, wir marschieren alles zu Fuß und bald plagt uns der Hunger.

Ein kleines Restaurant mit Tischen direkt am Canale Cannaregio und eine freundliche Bedienung lädt uns ein und wir lassen uns gerne überreden, als sie uns von den hausgemachten Nudeln erzählt. Die Jacke wird zu warm und dann sitzen wir zufrieden bei leckerem Essen und einem kleinen Bierchen in der Sonne und freuen uns über diesen wunderbaren Tag. Wir bestaunen die Venezianer mit ihren Gondeln, die damit alles transportieren. Ob Pakete, Bauschutt, Elektrogeräte, Holz für Neubau- bzw. Sanierungen, aber auch Särge – ein buntes Treiben herrscht hier auf den Canali.

Wenige Touristen, blauer Himmel und endlose Geschichte

Dann machen wir uns wieder auf und wandern Richtung Canale Grande, wo die Gondeln auf Touristen warten, die allerdings ziemlich spärlich unterwegs sind im November. Wir schlendern wieder weiter bis es dunkel wird durch die Stadt, genießen das bunte Treiben in den Einkaufsstraßen, die dekorierten Schaufenster und erwischen die letzte Fähre zurück zum Campingplatz.

Die nächsten Tage soll es regnen und so beschließen wir, unsere Zelte abzubrechen und machen uns auf den Heimweg. Nicht ohne Venedig versprochen zu haben, wieder zu kommen.

#EnjoyRespectVenezia – wir haben es so genossen!
Mille grazie!

genießt das leben 🤪 und
BLEIBT GESUND 🙏🏽

es grüßen euch
Uli & André von
die2Nomaden.com 😉

🙏 wer mehr über unsere Unternehmungen wissen will, folgt uns auf 🙏
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Details

Lage/Start/Koordinaten

Italien, Venetien, Venedig
30100 Venedig
N45°25’46.1″ E12°19’35.0″

Parkmöglichkeit

Parkplatz bei Venedig
N45°26’31.4″ E12°18’17.8″

Campingplätze

WoMo-Stellplatz
Isola Nova del Tronchetto, 14
30135 Venezia VE, Italien
N45°26’37.0″ E12°18’23.3″

Camping Fusina
Via Moranzani, 93
30176 Venezia VE, Italien
http://www.campingfusina.com/
N45°25’10.5″ E12°15’22.6″

Einkehrmöglichkeiten

verschiedene Gasthäuser in Venedig

Bewertung

Landschaft: ∗∗∗∗∗
Erlebnis: ∗∗∗∗∗
Schwierigkeit: ∗
Kondition: ∗∗∗

(Info’s vom 09.12.2021)

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